Aktuelles Filmprogramm und Vorschau

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ab  12.05: JUNGES LICHT
ab  12.05: MR. GAGA
ab  16.06: DER NACHTMAHR
ab  23.06: ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT
ab  30.06: THE ASSASSIN
ab  03.06: HIGH-RISE
ab  07.07: ARGENTINA
ab  14.07: MEINE BRÜDER UND SCHWERSTERN IM NORDEN (am Donnnerstag, 14. Juli Sondervorstellung in Anwesenheit der Regisseurin Sung-Hyung Cho, Beginn 18 Uhr))
ab  21.07: BOLSCHOI BABYLON
am 22.07: TE3N (präsentiert von Rapid Eye Movies)


JUNGES LICHT

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Junges Licht-Poster01ab 12. Mai

Regie: Adolf Winkelmann
D 2016, Spielfilm, 122 Min., FSK 12
mit Charly Hübner, Oscar Brose, Peter Lohmeyer

Der 12-jährige Julian ist ein Kind des Ruhrgebiets. Als Sohn eines Bergarbeiters erlebt er die Jahre des deutschen Wirtschaftswunders der Nachkriegszeit hautnah mit und will selbst einmal den Beruf seines Vaters (Charly Hübner) ergreifen. Im Sommer 1961 entfaltet sich das Leben der Kinder und Jugendlichen seiner Nachbarschaft zwischen Langeweile und Aggression. Sie trinken, rauchen, quälen Tiere und arbeiteen sonntags als Messdiener.
Als Julians Mutter einen Zusammenbruch erleidet und mit der kleinen Tochter Sophie ans Meer fährt, bleiben Vater und Sohn allein in der Bergbausiedlung zurück. Es dauert nicht lange, bis das ohnehin knappe Geld aufgebracht ist. Julian übernimmt die Verantwortung für den Haushalt und leiht sich vom Bekannten Gorny eine Kamera. Auch die Nachbarstochter Marusha fasziniert ihn mit der Offenheit, mit der sie über Sex redet. In seiner Unschuld beobachtet er seine Umwelt genau, sieht aber die Anzeichen einer Katastrophe nicht kommen.

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.http://jungeslicht.weltkino.de

Montag, 19. Juni – 19.00 Uhr
Samstag, 25. Juni – 20.00 Uhr

 

MR. GAGA

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Mr_Gaga-Posterab 12. Mai

Regie: Tomer Heymann
Israel, Schweden, D, NL 2015, Dokumentarfilm, 100 Min., FSK 0
mit Ohad Naharin und die Batsheva Dance Company

Ohad Naharin, aufgewachsen im israelischen Kibuzz Misra, wird weltweit als einer der herausragenden zeitgenössischen Choreographen gefeiert. Mit seiner ungewöhnlichen künstlerischen Vision sowie seinen mitreißenden Choreographien verhalf er der Batsheva Dance Company zu internationaler Bekanntheit. Naharin entwickelte als künstlerischer Leiter des israelischen Ensembles eine komplett neue Bewegungssprache: „Gaga“. Dabei werden bekannte Bewegungsmuster durchbrochen, „Gaga“ sucht nach der Interaktion zwischen den Beteiligten, die sich gemeinsam einen Bewegungsraum von Freiheit und Wohlbehagen erarbeiten. Für Naharin geht es dabei um Leidenschaft, herausbrechende Kraft, das Extreme, um die Lust des Moments und darum, Grenzen zu brechen. Als Revolutionär des Modern Dance wird Ohad Naharin an international renommierte Häuser eingeladen, u.a. die Staatsoper Berlin, um seine Werke mit den jeweiligen Compagnien einzuarbeiten.

Der preisgekrönte Regisseur Tomer Heymann („Paper Dolls“, „I Shot My Love“ und „Who’s Gonna Love Me Now?“) zeigt, welche harte Arbeit hinter den kraftvollen und atemberaubenden Auftritten der Batsheva Dance Company steckt, wie Naharin zu dem gefeierten Choreographen wurde und wer „Mr. Gaga“ wirklich ist.

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.www.mrgaga-film.de

Sonntag, 26. Juni – 13.00 Uhr
Montag, 27. Juni – 20.00 Uhr

DER NACHTMAHR

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Nachtmahr-Posterab 16. Juni

Regie: Akiz Ikon
D 2016, Spielfilm, 88 Min., FSK 12
mit Carolyn Genzkow, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Alexander Scheer

Tina ist 17 Jahre alt und hat scheinbar alles, was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünschen kann. Doch nach einer Party beginnt sie massive Albträume zu erleben, fortan wird sie Nacht für Nacht von einem abgrundtief hässlichen Wesen heimgesucht. Ihre Eltern glauben ihr nicht. Der Einzige, mit dem sie über ihre Ängste spricht, ist ihr Psychiater. Er rät ihr Kontakt mit diesem Wesen aufzunehmen. Zunächst weigert sich Tina, doch als sie merkt, dass ihre Eltern ernsthaft überlegen, sie in eine Klinik einzuweisen, überwindet sie ihre Angst und geht auf das Wesen zu. Anders als erwartet, stellt Tina fest, dass dieses Wesen als Personifikation ihrer Ängste real existiert und dass es die gleichen Gefühle und Empfindungen spürt, wie sie selbst. Aus Angst in Freundeskreis und Familie als Freak zu gelten, versteckt sie das Wesen in ihrem Zimmer. Mit der Zeit verliert sie langsam den Ekel vor ihm. Es entsteht ein zutrauliches Verhältnis, etwa wie zu einem zugelaufenen wilden Tier. Im Umgang mit ihm scheint Tinas Wahres Ich durch. Doch dann sehen ihre Eltern und schließlich auch ihre Freunde dieses Wesen mit eigenen Augen…

DER NACHTMAHR ist junges, kraftvolles Kino aus Deutschland. Ohne zu werten oder seine Figuren zu verurteilen, erzählt Akiz in seinem zweiten Kinospielfilm das Drama eines jungen Mädchens, das aus seiner überschaubaren Welt fällt. Die fulminante schauspielerische Leistung von Neuentdeckung Carolyn Genzkow in ihrer ersten Kinorolle sowie in weiteren
spannenden Rollen die Schauspieler Sina Tkotsch (“Beautiful Bitch”), Wilson Gonzalez Ochsenknecht (“Tod den Hippies!! Es lebe der Punk”) und Alexander Scheer (“Carlos – Der Schakal”) vermitteln auf emotionale Weise, was es heißt, plötzlich und inmitten des Erwachsenwerdens ausgegrenzt zu sein und keinen Weg zurück zu finden, um jedoch schließlich – isoliert und auf sich selbst zurück geworfen – mit sich selbst ins Reine zu kommen.

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Montag, 20. Juni – 21.15 Uhr
Dienstag, 21. Juni – 21.15 Uhr
Donnerstag, 23. Juni – 21.00 Uhr
Freitag, 24. Juni – 21.00 Uhr
Dienstag, 28. Juni – 22.00 Uhr

ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT

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Athos-Posterab 23. Juni

Regie: Peter Bardehle, Andreas Martin
D, A 2016, Dokumentarfilm, 99 Min., FSK 0, OmU.*
(*Griechisch mit deutschen Untertiteln)

Die Halbinsel Athos in Griechenland ist eines der letzten Geheimnisse Europas: Dort leben über 2000 Mönche abgeschieden von der Außenwelt. Der Zugang ist Frauen untersagt, Touristen sind nicht erwünscht. Nur Arbeiter und Pilger erhalten ein Visum. Die Mönchsrepublik lockt Menschen an, denen im modernen Leben etwas fehlt.

Mit Hilfe dreier Athos-Mönche entstand mit ATHOS – IM JENSEITS DIESER WELT ein noch nie erzähltes Filmtagebuch. Leitmotiv ist der Weg, den wir Menschen finden und gehen müssen – jeder für sich. „Erst müssen wir unsere eigenen Seelen heilen, dann können wir anderen helfen“, ist eine der Kernbotschaften von Vater Galaktion, einem Einsiedler am Heiligen Berg. Doch nicht alle Mönche leben wie Vater Galaktion, zurückgezogen und demütig. So öffnet unter anderem auch Vater Epiphanios dem Filmteam seine Türen, der als begnadeter und poetischer Koch den Genüssen des Lebens keinesfalls abgeneigt ist.

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.www.athos-derfilm.de

Donnerstag, 23. Juni – 19.00 Uhr
Freitag, 24. Juni – 19.00 Uhr
Samstag, 25. Juni – 18.00 Uhr
Sonntag, 26. Juni – 15.00 Uhr
Montag, 27. Juni – 18.00 Uhr
Dienstag, 28. Juni – 20.00 Uhr
Mittwoch, 29. Juni – 18.00 Uhr

THE ASSASSIN

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The Assassin-Posterab 30. Juni

Regie: Hou Hsiao-Hsien
Taiwan, China, Hong Kong, Frankreich 2015, Speilfilm, 105 Min.
mit Shu Qi, Chang Chen, Zhou Yun

China, im neunten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Die Künste gedeihen, allen voran die Dichtkunst. Erstmals wird die poetische Idee der romantischen Liebe weithin gefeiert. Doch den Alltag der Menschen bestimmt ganz anderes: die Macht der Tang-Dynastie zerbröckelt, Ränke auf höchster Ebene vergiften die Atmosphäre. In diesem Spannungsfeld zwischen Privatem, Poesie und Politik erzählt der taiwanesische Meisterregisseur Hou Hsiao-Hsien eine so lyrische wie actionreiche Geschichte. Deren leuchtende Zentralgestalt ist die schöne Nie Yin-Niang. Sie ist eine Meisterin in der Kunst des Tötens. Nie Yin-Niang arbeitet als professionelle Attentäterin.

Als Kind von zehn Jahren wurde sie einst in die Fremde geschickt. Dort hat eine taoistische Nonne das Mädchen ausgebildet, zu einer Killermaschine von höchster Präzision. Ihre Fähigkeit soll sie nun, dreizehn Jahre später, im Dienst der Machterhaltung der Zentralregierung einsetzen. Die junge Frau wird in ihre einstige Heimat entsandt. Der Befehl: Nie Yin-Niang soll Tian Jian töten, den Gouverneur der größten militärischen Provinz im Norden Chinas. Er ist für sie kein Unbekannter. Denn als Kind war sie ihm, ihrem Cousin, einst zur Ehefrau versprochen worden. Die Konfrontation mit der Vergangenheit setzt Nie Yin-Niang zunächst widerstreitenden Gefühlen aus. Da ist einerseits die melancholische Erinnerung an eine Liebe, andererseits die Pflicht gegenüber den Auftraggebern. Sie nicht zu erfüllen, bedeutet einen ungeheuren Ehrverlust. Dazu sieht sich die Attentäterin mitten im Sturm politischer Probleme. Denn tötet sie den Gouverneur, werden dessen minderjähriger Sohn und damit dessen Mutter, Tian Jians machtbesessene und intrigante Gemahlin, die Provinz beherrschen. Nie Yin-Niang muss schwerwiegende Entscheidungen treffen – für sich und für ihre Heimat.

Regisseur Hou Hsiao-Hsien, eine Ikone des asiatischen Arthouse-Kinos, drehte mit THE ASSASSIN nach achtjähriger Schaffenspause seinen ersten Wǔxiá-Film. Seine erzählerische Raffinesse, exzellentes Schauspiel sowie insbesondere die an entlegenen Schauplätzen Chinas und in der inneren Mongolei kreierte Bildwelt fesseln. Ihm gelang eine Saga von geradezu hypnotischer Schönheit. Damit hat er 2015 beim Internationalen Filmfestivals in Cannes das Publikum und die Kritik begeistert. Auch die Jury unter Vorsitz von Joel und Ethan Coen. Sie hat Hou Hsiao-Hsien mit dem begehrten Regiepreis ausgezeichnet.

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ab Donnerstag, 30. Juni

HIGH-RISE

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HighRise-Posterab 30. Juni

Regie: Ben Wheatley
GB 2015, Spielfilm, 118 Min., FSK 16, DF.
mit Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller

1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen. So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen. Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst. Die Lichter gehen aus, die Aufzüge halten an, aber die Party geht weiter.
Die Menschen sind das Problem. Der Alkohol die Währung. Sex ist das Allheilmittel.
Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.

Info
HIGH-RISE ist der neueste Streich des britischen Kultregisseurs Ben Wheatlesy (SIGHTSEERS). Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von J.G. Ballard aus dem Jahr 1975 erweckt dessen dystopische Zukunftsvisionen in atemberaubenden Bildern zum Leben.
Vor der Kamera versammelt Wheatley einen beeindruckenden Cast um den aktuellen Bond-Favoriten Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Luke Evans und Sienna Miller. Der eingängige Soundtrack des Films stammt dabei von Clint Mansell und der britischen Trip-Hop-Band Portishead, deren erster neuer Song seit mehr als fünf Jahren exklusiv nur in HIGH-RISE zu hören ist.

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ab Donnerstag, 30. Juni

ARGENTINA

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Argentina-Posterab 07. Juli

Regie: Carlos Saura
Argentinien, Frankreich, Spanien 2016, Dokumentarfilm, Musikfilm, 89 Min., FSK 0
mit El Chaqueño Palavecino, Soledad Pastorutti, Jairo, Liliana Herrero

ARGENTINA zeigt durch Musik und Tanz ein Land, seine Einwohner sowie Geschichte. Und wie aus diesen Wurzeln das Wesen der faszinierenden, lebendigen argentinischen Kultur gewachsen ist. Carlos Saura führt uns in seinem neuen Film ARGENTINA zurück zu den Ursprüngen der traditionsreichen argentinischen Folklore. Anhand einer Reihe choreographierter Szenen nimmt er uns mit auf eine persönliche Reise durch verschiedene Regionen Argentiniens mit ihrer faszinierenden Tradition. Sein Ensemble interpretiert in lose verknüpfter Folge überlieferte Paartänze und Choreographien sowie die mitreißend emotionalen Lieder großartiger argentinischer Bands und Sänger. Poetisch, fesselnd und bewegend zugleich führt uns diese vom Meister selbst inszenierte Live-Performance durch die gesamte Geschichte dieses Landes, das so stark geprägt wurde vom besonderen Klang der Gitarren und des Akkordeons.

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ab Donnerstag, 07. Juli

MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN

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Meine Brüder und Schwestern-Posterab 14. Juli
am Starttag, also am Donnerstag, 14. Juli um 18 Uhr Sondervorstellung in Anwesenheit der Regisseurin Sung-Hyung Cho

Regie: Sung-Hyung Cho
D 2016, Dokumentarfilm 106 Min., FSK 0

Wer weiß außerhalb des Landes wirklich etwas über Nordkorea? Was wir von diesem abgeschotteten Land zu sehen und zu hören bekommen, ist immer das gleiche: Militär-Paraden mit Panzern und Raketen, Soldaten und Soldatinnen, die wie Roboter marschieren, Kriegsdrohungen, Hungersnöte, abgemagerte Kinder und nicht zuletzt die drei Generationen von scheinbar wahnsinnigen Diktatoren und die ihnen hysterisch huldigende Gefolgschaft. Sung-Hyung Cho geht diesen Fragen nach, mitten drin – in Nordkorea: MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN porträtiert die Menschen hinter den hartnäckigen Klischees und Stereotypen eine unverstandenen Landes und gibt Einblicke hinter die protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt. Die Menschen, denen Sung-Hyung Cho auf ihrer Reise durch das Land begegnet – Soldatinnen, Bauern, Maler, Näherinnen – sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem nähert sie sich ihren Protagonisten dabei aufrichtig interessiert, respektvoll und vor allem ohne jegliche Wertung. So kommt ein fröhliches Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „ihrem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.

Nach „Full Metal Village“, „Endstation der Sehnsüchte“ und „Verliebt, Verlobt, Verloren“ der neuen Heimatfilm von Sung-Hung Cho

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.www.meinebruederundschwesternimnorden.de

ab Donnerstag, 14. Juni
am Starttag, also am Donnerstag, 14. Juli um 18 Uhr Sondervorstellung in Anwesenheit der Regisseurin Sung-Hyung Cho

BOLSCHOI BABYLON

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Bolschoi Babylon-Posterab 21. Juli

Regie: Nick Read
GB 2015, Dokumentarfilm, 86 Min., FSK 6

Das weltberühmte Bolschoi-Theater hat für Russland eine geradezu sakrale Bedeutung, weil die Kunst des Balletts eng mit der russischen Volksseele verbunden ist. Gleichzeitig ist das Bolschoi mit seinen mehr als 3.000 Mitarbeitern ein Spiegel der russischen Gesellschaft. Deswegen war es für viele ein böses Omen, als der Künstlerische Leiter des weltberühmten Bolschoi-Balletts, Sergei Filin, im Januar 2013 von einem maskierten Unbekannten mit Säure angegriffen wurde und dabei schwere Verätzungen in Gesicht und Augen erlitt.

Der hinterhältige Angriff befeuerte Gerüchte über erbitterte, interne Machtkämpfe und Skandale, die einen dunklen Schatten auf den Ruf des Bolschoi warfen. Nur wenige Wochen später wurde der Solotänzer des Bolschoi-Balletts, Pavel Dmitrichenko, als mutmaßlicher Auftraggeber des Säure-Angriffs verhaftet. Damit offenbarte sich endgültig, dass sich die wahren Dramen hinter der Bühne des Bolschoi abspielten: Die von vergifteten Egos, von Ängsten und Ehrgeiz getriebenen Konflikte und Intrigen zwischen den Künstlern, die engen, oft undurchsichtigen Verstrickungen von Kunst und Politik.

„Bolschoi Babylon“ erzählt die Geschichte des Verbrechens, zeigt die entsetzten Reaktionen, die Rückkehr Filins ans Theater, den tiefen Riss, der sich innerhalb des Ballett-Ensembles auftat, die Bemühungen des neuen Intendanten, die Zukunft des Bolschoi-Balletts zu gestalten – ohne Intrigen, ohne Machenschaften und ohne Sergei Filin?

Sie alle kommen zu Wort, die Primaballerinen, Tänzer und Tänzerinnen, Intendanten und Politiker, die Mächtigen und Reichen des Kuratoriums sowie Sergei Filin und Pavel Dmitrichenko selbst. Die spannende, mit opulenten, grandiosen Bildern und fantastischer Musik gefertigte Doku-Collage wirft trotz aller Geheimnisse, die am Ende bleiben, einen einmalig authentischen, mitreißenden und umwerfenden Blick hinter die Kulissen des größten Theaters der Welt und auf den Alltag der grandiosen Akteure in diesem russischen Drama.

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ab Donnerstag, 21. Juli

TE3N

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Te3n_official_posteram 22. Juli
präsentiert von Rapid Eye Movies

Regie: Ribhu Dasgupta
Indien 2016, Spielfilm, 157 Min., OmeU.

Vor acht Jahren verlor John Biswas (Amitabh Bachchan) seine Enkeltochter Angela an einen Kidnapper. Auch 8 Jahre später hat er dies nicht hinter sich gelassen. Als nun ein weiteres Kind verschwindet, wie es scheint entführt vom selben Täter, handelt er. Während Sarita Sarkar (Vidya Balan) eine engagierte Polizistin und Vater Martin (Nawazuddin Siddiqui), ein Priester dessen Leben mit der Entführung Angelas ebenfalls eine starke Wende vollzog nach dem entführten Kind fahnden, begibt er sich auf die Suche nach dem Täter. Er muss sich nun an Hinweisen entlang hangeln, die allesamt eine Verbindung mit der Vergangenheit haben. Te3n ist ein Nerven zerreißender Thriller der zwei Investigations- Stränge zusammenführt und zu einem explosiven und emotionalen Film verstrickt. Ein spektakulärer Cast setzt die Neuverfilmung des koreanischen Filmes „Montage“ um, hierbei dient die Millionenmetropole Kalkutta als Kulisse.

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am Freitag, 22. Juli – 21.00 Uhr