EXPOSED FILMFESTIVAL

Standard

exposedLogoexposed Filmfestival

17. – 22. Oktober 2015

exposed ist das Festival für den filmischen Nachwuchs. Gezeigt werden erste und zweite Filme. Somit bereitet exposed die Bühne für frisches, unkonventionelles, neues Kino. Seien Sie neugierig.

Hier geht’s zur Festivalseite:
www.exposed-filmfestival.de

und auch untenstehend alle Filme des Festivals:

Di, 17.11. – 19.30 Uhr: Festivaleröffnung im Rahmen von CineCologne
Mi, 18.11. – 19.00 Uhr: BUBE STUR
Mi, 18.11. – 21.00 Uhr: AUSSER ATEM
Do, 19.11. – 18.00 Uhr: SIVAS
Do, 19.11. – 20.00 Uhr: DAS FLOSS !
Do, 19.11. – 22.00 Uhr: FRENCH BLOOD
Fr, 20.11. – 18.30 Uhr: FREIRÄUME
Fr, 20.11. – 19.30 Uhr: NEULAND
Fr, 20.11. – 20.00 Uhr: WINTERGAST
Fr, 20.11. – 22.00 Uhr: SIBYLLE
Sa, 21.11. – 18.30 Uhr: EISMÄDCHEN
Sa, 21.11. – 20.00 Uhr: IM SPINNWEBHAUS
Sa, 21.11. – 22.00 Uhr: SCHNICK SCHNACK SCHNUCK
So, 22.11. – 15.00 Uhr: IM ZEICHEN DES LÖWEN
So, 22.11. – 17.00 Uhr: DIE ENTTÄUSCHTEN

BUBE STUR

Standard

Bube Sturam Mittwoch, 18. November – 19.00
im Rahmen von exposed

Regie: Moritz Krämer
D, 2015, Spielfilm, 81 Min.
Buch: Moritz Krämer, Ines Berwing * Kamera: Patrick Jasmin * Produktion: dffb * Darsteller: Ceci Chuh, Niels Braun

Hanna, gerade aus der Haft entlassen, absolviert auf Uwes Hof im Hochschwarzwald Arbeitsstunden. Uwe ist nahezu bankrott und steht auch am Ende seiner Ehe. Die seltsame Aushilfe aus der Großstadt fühlt sich in dieser dörflichen Einöde wie ein Fremdkörper. Und immer wieder fährt sie in die benachbarte Kleinstadt, um die Nähe einer Familie mit Pflegekind zu suchen…
Ein ebenso erfrischender wie sperriger Film – ungemein detailreich und im besten Sinne realistisch –, der fern der gängigen Konventionen immer wieder überrascht. Mit den beiden (großartig gespielten) Hauptfiguren treffen zwei Schicksale, ja, im Grunde zwei ganz unterschiedliche Welten aufeinander. Ob sie sich wohl aufeinander einlassen können?

Moritz Krämer: geboren 1980 in Basel. Er arbeitete als Videokünstler, Komponist und Liedtexter an verschiedenen Theatern, studiert seit 2008 Regie an der dffb Berlin. Dies ist sein erster Langfilm.

.trailer

am Mittwoch, 18. November – 19.00 Uhr
im Rahmen von exposed

AUSSER ATEM

Standard

ausseratemam Mittwoch, 18. November – 21.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Jean-Luc Godard
F 1960, Spielfilm, dF, 89 Min.
Buch: Godard, François Truffaut * Kamera: Raoul Coutard * Darsteller: Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg

„Die Geschichte eines wegen Polizistenmordes gesuchten jungen Autodiebes und seine Beziehung zu einer amerikanischen Studentin in Paris, die ihn später anzeigt.“ (rororo Filmlexikon)
„Godard gab A BOUT DE SOUFFLE eine formale Gestaltung, die alle etablierten Regeln, namentlich die des Filmschnitts, über den Haufen zu werfen schien. Aus bestimmten Szenen schnitt er einzelne Bilder heraus, so dass die Bewegungen ruckhaft und springend abliefen und der Eindruck eines fragmentarischen, auseinandergerissenen Geschehens entstand. Andererseits gelang es ihm, in den mit versteckter Kamera gefilmten Sequenzen Pariser Straßenleben nahtlos in die Handlung zu integrieren und ihr so den Charakter der Authentizität zu geben. Was vor allem aber dem Film sein Interesse verleiht, das ist die Freimütigkeit seiner Dialoge: die Unterhaltungen zwischen dem Gangster Michel Poiccard, […] der es liebt, sich mit Humphrey Bogart zu identifizieren, und dem amerikanischen Collegegirl Patricia, dessen Properkeit und Voreingenommenheit der Film treffend fixiert, besitzen Brillanz und Echtheit; aus Gesprächswendungen, Gesten und Reaktionen der beiden spricht unmittelbar der Bewusstseinszustand der Jugend von 1960.“ (Gregor/Patalas, Geschichte des Films)

am Mittwoch, 18. November – 21.00 Uhr
im Rahmen von exposed

SIVAS

Standard

Sivas-Posteram Donnerstag, 19. November – 18.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Kaan Müjdeci
Türkei, D, 2014, Spielfilm, 97 Min., FSK 12
Buch: Kaan Müjdeci * Kamera: Armin Dieroff, Martin H. Solvang * Produktion: Coloured Giraffes * Darsteller: Doğan İzci, Ozan Çelik, Muttalip Müjdeci

Der elfjährige Aslan lebt in einer rauhen Männerwelt in einem anatolischen Dorf, in der der Stärkste die Rangordnung bestimmt. Als er in einem Graben den verwundeten Kampfhund Sivas findet, nimmt er sich des Tieres an und päppelt es auf. Sivas findet allmählich zu alter Kraft zurück. Das Dorf erwartet von dem Jungen, dass er mit Sivas an Kampfhundturnieren teilnimmt. Kampf umd Kampf gewinnt er. Der Aufstieg des Hundes ermöglicht es auch Arslan, in der Dorfgemeinschaft seine Stellung zu behaupten. Der Film zeichnet ein fast dokumentarisches Bild von einer Welt, in der Kinder früh erwachsen werden müssen und nur der Stärkste überlebt.

„Das einzige Problem, das wir heute haben, ist die Welt der Männer, weil sie die Ursache allen Übels sind.” (Kaan Müjdeci)

Kaan Müjdeci: SIVAS ist der Debütfilm des 34jährigen Regisseurs. Der türkisch-stämmige Regisseur lebt seit elf Jahren in Berlin. Er ist Autodidakt. Sivas erhielt auf bei 71. Filmfestspielen Venedig den Spezialpreis.

.www.sivasfilm.com

am Donnerstag, 19. November – 18.00 Uhr
im Rahmen von exposed

DAS FLOSS !

Standard

Das Floss-Posteram Donnerstag, 19. November – 20.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Julia C. Kaiser
D 2014, Spielfilm, 86 Min.
Buch: Julia C. Kaiser * Kamera: Dominik Berg * Darsteller: Julia Becker, Anna König, Jakob Renger, Till Butterbach

Alles scheint perfekt: Katha will ihre Freundin Jana heiraten. Die Hochzeit soll schon in wenigen Tagen sein. Und auch ein Samenspender für das gemeinsame Baby ist bereits gefunden. Doch zuvor haben ihre alten Freunde einen Junggesellinnenabschied für sie geplant: ein Wochenende zu fünft auf einem Floß. Überraschungsgast dabei ist ausgerechnet Momo, der zukünftige Samenspender. Probleme sind vorprogrammiert.
DAS FLOSS! ist eine wie improvisiert scheinende Tragikomödie, sehr spontan und echt, nah an seinen Personen dran, mitunter fast wie dokumentarisch wirkend.

Julia C. Kaiser: 1983 geboren, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg. DAS FLOSS! ist ihr erster Langfilm.

.www.facebook.com/dasfloss.film

am Donnerstag, 19. November – 20.00 Uhr
im Rahmen von exposed

FRENCH BLOOD

Standard

French Blood-Poster2am Donnerstag, 19. November – 22.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Diastème
Frankreich 2015, Spielfilm, OmU, 97 Min.
Buch: Diastème * Kamera: Philippe Guilbert * Produktion: Fin Août Productions* Darsteller: Alban Lenoir, Paul Hamy, Samuel Jouy

Der rassistische Schläger Marco, kämpft sich bei der Front National aus den Strassen bis in die Hinterzimmer der Macht.
Über zwei Jahrzehnte begleitet der Film die Entwickling von Marco und der rechten Bewegung in Frankreich. Mit ungeschönter Genauigkeit zeichnet der Film die Brutalität der fremdenfeindlichen Handlungen nach. Zunächst ist Marco als Schläger auf den Strassen unterwegs, verprügelt wahllos. Wir erfahren nichts von seiner Motivation, sein Hass scheint wie ein Virus in ihm zu sitzen. Aber er merkt langsam, und dafür braucht er Jahre, Jahrzehnte, dass dies nicht seinem Inneren entspricht und zerbricht beinahe an der Enttäuschung, so viele Jahre seines Lebens verschwendet zu haben.
Alban Lenoir spielt diese langsame Wandlung eindringlich und überzeugend.

Diastème: Er ist eigentlich ausgebildeter Musiker, kam dann zum Journalismus, schrieb Theaterstücke und wandte sich schließlich der Filmregie zu. FRENCH BLOOD ist sein zweiter Langfilm.

.www.indiesales.eu/french-blood

am Donnerstag, 19. November – 22.00 Uhr
im Rahmen von exposed

FREIRÄUME

Standard

Freiräume-Stillam Freitag, 20. November – 18.30 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Filippa Bauer
D 2015, Dokumentarfilm, 63 Min.
Buch: Filippa Bauer * Kamera: Claire Jahn * Schnitt: Sarah Weber * Produktion: KHM Köln

Nachdem ihre Kinder von zuhause ausgezogen sind, leben Sylvia, Marliese, Rosemarie und Marianna alleine in den ehemaligen Familienwohnungen.
Sie erzählen von ihrem Umgang mit der neu entstandenen Freiheit und der Herausforderung, sich nach einem hauptsächlich von Familie und Beruf bestimmten Leben neu zu erfinden. Sie entwickeln eigene Konzepte, leere Räume und Zeit zu füllen. An der Generation ihrer Eltern können sie sich dabei meist nicht orientieren, sie sind gewissermaßen Avantgarde.
Wie auch dieser erstaunlich gestaltete Dokumentarfilm, der sich wohltuend von der gängigen Praxis des „Interviewfilms“ abhebt und seine vier Protagonistinnen eben nicht zeigt, nur deren Umgebung, Wohnung, Fotos, bestimmte Details usw. Und der sie frei und unbefangen erzählen lässt. Auf diese Weise erhält man einen tiefen Einblick in das Leben der vier Mütter, in ihre Gedanken, Gefühle. Ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der berührt.

Filippa Bauer: geboren 1985 in Freiburg, studierte von 2008-2014 an der KHM Köln mit Schwerpunkt „Dokumentarfilm“. FREIRÄUME ist ihr Abschlussfilm.

.trailer

am Freitag, 20. November – 18.30 Uhr
im Rahmen von exposed

NEULAND

Standard

Neuland-Poster (300b)am Freitag, 20. November – 19.30 Uhr
im Rahmen von exposed

(Achtung: Spielort ist nicht das Filmhauskino, sondern die ALTE FEUERWACHE)

Regie: Anna Thommen
CH 2014, Dokumentarfilm, DF, 93 Min.
Kamera: Gabriela Betschart * Produktion: Fama Film * mit: Ehsanullah Habibi, Nazlije Aliji, Christian Zingg

Sie sind weit gereist – per Flugzeug, Zug, Bus oder Boot. Jetzt finden sie sich in der Integrationsklasse von Lehrer Christian Zingg in Basel wieder, wo Jugendliche aus aller Welt innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Unter ihnen der 19-jährige Ehsanullah aus Afghanistan, der das Meer in einem Schlauchboot und die Berge zu Fuss überquert hat. Oder die albanischen Geschwister Nazlije und Ismail, die ihre Heimat aus familiären Gründen. Wie die drei hoffen alle in Christian Zinggs Klasse, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und in Europa ihre Träume leben zu können. Der Lehrer macht sich und ihnen keine Illusionen darüber, dass es schwierig ist, in einem fremden Land einen Einstieg zu finden. Gleichwohl wird Herr Zingg nicht müde, den Glauben seiner Schülerinnen und Schüler an sich selbst und an eine bessere Zukunft zu stärken.
Anna Thommens öffnet den Blick in eine Welt, die man so kaum kennt. Gekonnt verwebt sie verschiedene, einfühlsam beobachtete Geschichten, ein sensibler und eindringlicher Film.

„Ein Film, wie ein Geschenk des Himmels. Ein Hoffnungsstrahl. Ein Film, der zeigt, was alles möglich ist mit Menschlichkeit und Mitgefühl.“ ZDF heute-journal

Anna Thommen: 1980 geboren, selbst Lehrerin, später Regiestudium in Zürich.
NEULAND ist ihr erster Langfilm.

.www.neuland-film.de

am Freitag, 20. November – 19.30 Uhr
im Rahmen von exposed
(Achtung: Spielort ist nicht das Filmhauskino, sondern die ALTE FEUERWACHE)

WINTERGAST

Standard

Wintergast-Poster2am Freitag, 20. November – 20.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Andy Herzog, Matthias Günter
CH 2015, Spielfilm, DF, 82 Min.
Buch: Andy Herzog, Matthias Günter * Kamera: Matthias Günter * Produktion: MG-Filmproduktion * Darsteller: Andy Herzog, Susann Rüdlinger, Cihan Inan

Bereits sieben Jahre sind vergangen, seitdem Filmhochschulabsolvent Stefan Keller (39) seinen gefeierten Kurzfilm veröffentlicht hat. Seitdem befindet sich Keller in einer veritablen Schaffenskrise. Zwar umfasst sein erstes Langspielfilm-Projekt in der Rohfassung bereits 2000 Seiten mit Notizen, aber fertig ist Keller noch lange nicht. Sehr zum Leidwesen seiner Freundin Christina, deren biologische Uhr tickt. Doch Keller hat keine Zeit, er sollte an seinem Drehbuch schreiben
Inzwischen ausquartiert in einem Zimmer im Souterrain lebend und in finanzieller Not nimmt Keller einen Nebenjob als anonymer Tester von Jugendherbergen an. Die einsame Reise führt ihn durch die winterliche Schweiz. Der Beginn einer wahnwitzigen Odyssee: Keller kämpft verzweifelt um seine Filmidee, versucht seine Beziehung mit Christina zu retten, sitzt einsam herum, beobachtet, führt abwegige und kluge Gespräche mit mannigfaltigen Gestalten, welche alle selber auf Suche nach ihrem eigenen Sinn des Daseins sind. Den beiden Regisseuren ist lakonisch-komisches, in schwarz-weiss gehaltenes Roadmovie gelungen.

Andy Herzog: diverse Arbeiten als Schauspieler, Regiestudium in Montreal.
Matthias Günter: zunächst tätig als Grafiker, Realisation diverser Kurzfilme.

.www.wintergast.com
.Trailer
.www.facebook.com/Wintergastfilm

am Freitag, 20. November – 20.00 Uhr
im Rahmen von exposed

SIBYLLE

Standard

SIBYLLE_poster_redam Freitag, 20. November – 22.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Michael Krummenacher
D 2015, Spielfilm, DF, 87 Min.
Buch; Silvia Wolkan, Michael Krummenacher * Schnitt: Stine Sonne Munch * Kamera: Jakob Wiessner * Produktion: Passanten Film * Darsteller: Anne Ratte Polle, Thomas Loibl, Heiko Pinkowski

An der pragmatischen Architektin, Mutter und Ehefrau Sibylle Froebisch scheint etwas Unbestimmtes zu nagen. Nicht einmal im Italienurlaub mit ihrer Familie schafft sie es, zur Ruhe zu kommen und auszuschlafen. Auf einem morgendlichen Spaziergang an den Klippen des Gardasees wird sie Zeugin des Selbstmords einer Frau in ihrem Alter. Davon erschüttert, verändert sich Sibylles Wahrnehmung auf ihr eigenes Leben und setzt einen Prozess in Gange, der alles zu zerstören droht, worüber sie sich bisher definiert hat…

Michael Krummenacher gehört einer neuen Generation junger deutscher Filmemacher an, die keine Scheu hat, sich dem Genrekino zuzuwenden. In seinem Zweitlingsfilm stoßen Elemente aus Horror, Psychothriller und Familiendrama aufeinander. Man könnte SIBYLLE auch als deutschen Giallo-Film sehen.
Michael Krummenacher: geboren 1975 in Schwyz. Regiestudium an der HFF München.

.www.sibylle-film.de

am Freitag, 20. November – 22.00 Uhr
im Rahmen von exposed

EISMÄDCHEN

Standard

Eismädchenam Samstag, 21. November – 18.30 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Lin Sternal
D 2015, Dokumentarfilm, 60 Min.
Buch: Lin Sternal * Kamera: Julia Hönemann * Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg * Vertrieb: Filmtank GmbH

Eismädchen erzählt von einer Dreiecksbeziehung innerhalb des Mikrokosmos Eiskunstlauf, die geprägt ist von Druck, Konkurrenz und Projektion. Lisa, die sich über ihren Sport definiert, ist von pubertären Selbstzweifeln geplagt, während ihrer jüngeren Schwester Sophie alles mit Leichtigkeit zu gelingen scheint. Ihre Mutter, angetrieben von eigenen unerfüllten Träumen, versucht mit viel fürsorglicher Hingabe, ihre große Tochter aufzufangen. Doch umso mehr sie sich bemüht, alles richtig zu machen, umso mehr scheint sie daran zu scheitern.
Beobachtungen eines fragilen Beziehungsgeflechtes, deren Protagonistinnen sich abstoßen, ohne sich zu lösen und gegenseitig anziehen, ohne sich ganz nah zu sein.
Mitunter fast wie beiläufig gefilmt scheinend, ist EISMÄDCHEN dabei doch außerordentlich präzise und beobachtet ungemein genau – ein ebenso ungewöhnlicher wie spannender Dokumentarfilm.

Lin Sternal: geboren 1987 in Berlin, studierte ab 2008 an der Filmakademie Baden-Württemberg. EISMÄDCHEN ist ihr Diplomfilm.

.trailer

am Samstag, 21. November – 18.30 Uhr
im Rahmen von exposed

IM SPINNWEBHAUS

Standard

Spinnwebhaus-Posteram Samstag, 21. November – 20.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Mara Eibl-Eibesfeldt
D 2014, Spielfilm, 92 Min.
Buch: Mara Eibl-Eibesfeldt * Kamera: Jürgen Jürges * Darsteller: Ben Litwinschuh, Helena Pieske, Sylvie Testud

Psychischer Probleme wegen geht Jonas‘ Mutter in eine Klinik und lässt ihn überstürzt mit seinen beiden jüngeren Geschwistern, Nick und Miechen, allein. Die Abwesenheit der Mutter gegenüber der Außenwelt (den Lehrern etwa oder der Erzieherin im Kindergarten) zu verheimlichen, ist nicht immer einfach. Und auch der Kühlschrank wird zunehmend leerer. All dies überfordert den 12-jährigen Jonas freilich bald, auch wenn er bemüht versucht, über eine gewisse Zeit den Chef im Haus zu spielen, tapfer Verantwortung zu übernehmen.
Da lernt er einen adligen Obdachlosen kennen, Felix, der ihm wie ein Schutzengel zur Seite steht…
Wie Jonas sich und seine zwei Geschwister in zunehmendem Maße von der Außenwelt isoliert, wie die drei Kinder immer mehr in einer eigenen Phantasiewelt versinken, zwischen Traum und Realität schwebend – das ist in wunderbaren Schwarzweiß-Bildern eingefangen (von Fassbinder-Kameramann Jürgen Jürges), in oft märchenhaft-magischen Sequenzen, ebenso eindringlich wie poetisch.

Mara Eibl-Eibesfeldt: Die Absolventin der HFF München drehte bislang mehrere Kurzfilme, die auch Preise gewonnen haben. IM SPINNWEBHAUS ist ihr erster Langfilm.

.trailer

am Samstag, 21. November – 20.00 Uhr
im Rahmen von exposed

SCHNICK SCHNACK SCHNUCK

Standard

Schnick Schnack Schnuckam Samstag, 21. November – 22.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Maike Brochhaus
D 2015, Spielfilm, 80 Min.
Buch: Maike Brochhaus, Simon Störung * Darsteller: Jana Sue Zuckerberg, Felix Anderson, Elia Légère

SCHNICK SCHNACK SCHNUCK erzählt die Geschichte des klassisch monogamen Pärchens Emmi und Felix, das an einem Wochenende mit unkonventionellen Vorstellungen von Liebe, Sexualität und Partnerschaft konfrontiert wird. Felix möchte ursprünglich zu einem Festival nach Amsterdam und Emmi müsste eigentlich zu Hause bleiben und Klausuren korrigieren. Da sich Felix‘ Begleiter und bester Freund Kai aber sowieso ungerne festlegt und auch Emmis ehemalige Schulfreundin Magda es verführerisch und faustdick hinter den Ohren hat, entfernen sich Emmi und Felix nach und nach von ihren ursprünglichen Plänen – und wie!
Im Unterschied zum entpersonalisierten Mainstreamporno geht hier alles sehr locker und unverkrampft vonstatten. SCHNICK SCHNACK SCHNUCK ist eine explizit erotische Komödie, die geradezu spielerisch Fragen zu den Themen Partnerschaft, Sexualität und Pornografie aufwirft, sympathisch unperfekt und ungemein lebendig.

Maike Brochhaus: Nach ihrem dokumentarisch-pornografischem Debütfilm HÄPPCHENWEISE ist SCHNICK SCHNACK SCHNUCK der erste pornografische Spielfilm von Maike Brochhaus.

.www.schnick-schnack-schnuck.net

am Samstag, 21. November – 22.00 Uhr
im Rahmen von exposed

IM ZEICHEN DES LÖWEN (Le Signe du Lion)

Standard

Im Zeichen des Löwen-Posteram Sonntag, 22. November – 15.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Eric Rohmer
F 1959, Spielfilm, OmU, 100 Min.
Buch: Eric Rohmer * Kamera: Nicolas Hayer * Musik: Louis Saguer * Darsteller: Jess Hahn, Van Doude, Stéphane Audran

„Ein erfolgloser Musiker irrt durch das sommerlich ausgestorbene Paris auf der verzweifelten Suche nach Geld, Arbeit und einer Bleibe. Schritt für Schritt registriert die Kamera, wie die Stadt ihn verändert und wie sich in seinen Augen die Stadt verändert. Am Ende ist Paris – wie eine Stadt, der die Menschen fehlen – eine bloße Anhäufung von Steinen und der Musiker, nachdem er alle Merkmale verloren hat, die ihn als Mitglied der Gesellschaft auswiesen, nur noch ein Fremder, ein Clochard.“ (Krischan Koch, Die Zeit, 1984)

„Zum Lobe Rossellinis hat Rohmer einmal geschrieben, er mache die Realität durchsichtig mit Mitteln, die er wiederum ausschließlich dem Realen entlehne, und weiter: er zerbreche den etablierten Bezug von Zeichen und Idee und lasse so Neues auftauchen, das einen völlig aus der Fassung bringe. Diese Sätze beschreiben in treffender Weise den Realismus seines eigenen Films. Die an sich belanglosen Dinge, die Wesselrin auf seinem Irrweg durch die Stadt zustoßen, bekommen eine Tragweite, die sie plötzlich aller Alltäglichkeit entkleidet, so dass man sie sieht wie zum ersten Mal.“ (Frieda Grafe)

am Sonntag, 22. November – 15.00 Uhr
im Rahmen von exposed

DIE ENTTÄUSCHTEN (Le Beau Serge)

Standard

Le beau serge

am Sonntag, 22. November – 17.00 Uhr
im Rahmen von exposed

Regie: Claude Chabrol
F 1958, Spielfilm, OmU, 99 Min.
Buch: Claude Chabrol * Kamera: Henri Decae * Darsteller: Gérard Blain, Jean-Claude Brialy, Bernadette Lafont

Als François in sein Geburtsdorf zurückkehrt, findet er seinen talentierten Jugendfreund Serge als hoffnungslosen Trinker vor. Seine gutgemeinten Versuche zu helfen, bringen mehr Ärger als Gutes: Schließlich setzt er sein Leben aufs Spiel, um Serge mit seiner entfremdeten Ehefrau zu versöhnen.“ (rororo Filmlexikon)
„LE BEAU SERGE war der erste Film der Nouvelle vague, und die neorealistischen Elemente, um die er die französische Filmtradition bereicherte, wurden schon in den Filmen des folgenden Jahres aufgegriffen: in Rohmers LE SIGNE DU LION und Truffauts LES 400 COUPS.“ (Wilfried Wiegand)
„Chabrol ist zugleich Produzent, Drehbuchautor, Dialogist und Regisseur von LE BEAU SERGE. Sein Film beginnt psychologisch und endet metaphysisch. Es ist eine Dame-Partie, gespielt von zwei jungen Leuten – schwarzer Stein: Gérard Blain; weißer Stein: Jean-Claude Brialy. Im Augenblick, als sie einander begegnen, wechseln sie die Farbe und gewinnen ex aequo.“ (François Truffaut)

am Sonntag, 22. November – 17.00 Uhr
im Rahmen von exposed