LIEBE MICH !

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Liebe mich Poster (300b)ab 20. August

Regie: Philipp Eichholtz
D 2014, Spielfilm, 94 Min., FSK 12
mit: Lilli Meinhardt, Peter Trabner, Axel Ranisch

In hohem Bogen fliegt es aus dem Fenster, Sarahs sauteures MacBook. Ein Totalschaden. Und alles nur, weil sie die Nacht mit ihrem besten Freund verbracht hat und dieser nicht gewillt ist, mit ihr zu frühstücken oder ihr ewige Liebe zu schwören. Da kann man schon mal austicken, wenn man so impulsiv und kompromisslos wie Sarah ist. Dumm nur, dass ihre gesamte Arbeit der letzten Wochen auf dem Laptop war … Ob das der nette Typ aus dem Computerladen wieder richten kann? Ob er vielleicht ihr ganzes Leben wieder richten kann? Er versucht beides. Und Sarah lässt es sich gefallen, denn hinter ihrem lauten Getöse steckt vor allem eines: Der Wunsch nach Liebe. Doch sie wäre nicht Sarah, wenn sie das alles nicht wieder kaputt machen würde, sich ins Berliner Partyleben stürzen, Sex mit einem Fremden auf dem Klo haben und sich mit ihrem Vater überwerfen würde. Um dann alles wieder zu bereuen.

LIEBE MICH! ist ein handgemachter Improvisationsfilm ohne großes Budget oder Filmförderung. Er entstand nach dem “Sehr gute Filme“-Manifest von Axel Ranisch und wurde mit einem sechsseitigen Drehbuch innerhalb von zehn Tagen in Berlin gedreht.

Lilli Meinhardt fegt wie ein Wirbelsturm durch diesen wunderbar frechen Beziehungs-film. (BR Kino Kino)

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Die Yes Men – Jetzt wird’s persönlich

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Yes Men-Posterab 20. August

Regie: Mike Bonanno, Andy Bichlbaum, Laura Nix
USA 2014, Dokumentarfilm, 91 Min., OmU.

Sie sind die Superstars der Protestbewegung in den USA: die berüchtigten Aktivisten The Yes Men (Mike Bonanno und Andy Bichlbaum) inszenieren seit 15 Jahren unterhaltsame, aber vor allem provokative Aktionen. Sie stellen Konzerne bloß, Lobbygruppen oder Regierungen, um aufzurütteln und aufzudecken. Bewaffnet mit Secondhand-Anzügen und wenig Schamgefühl schleusen sich die Revolutionäre in Business-Events und Regierungsfunktionen ein, um auf die negativen Folgen der Globalisierung und der „Geiz-ist-geil“ Kultur hinzuweisen.

Im dritten Teil der Trilogie DIE YES MEN – JETZT WIRD’S PERSÖNLICH (nach The Yes Men und The Yes Men Fix The World, Publikumspreis Berlinale 2009) sind die beiden Männer nun Mitte 40 und ihre Mid-Life-Crisis bringt sie beinahe dazu, ihre Aktivisten-Karriere endgültig zu beenden – obwohl sie gerade dabei sind, die größte Herausforderung ihres Lebens vorzubereiten: den Klimawandel zu stoppen. Anders als in den beiden ersten Folgen wird es in diesem Dokumentarfilm nun persönlich: The Yes Men Are Revolting zeigt, wer die Menschen hinter den Aktionen wirklich sind und vermittelt die hoffnungsvolle Botschaft, dass Veränderungen möglich sind, wenn man für sie kämpft.

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.www.dieyesmen-derfilm.de

Samstag, 05. September – 17.00 Uhr

The Cineastic World of Tim Burton

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Das Filmhauskino Köln und das Max-Ernst-Museum Brühl zeigen anläßlich der „The World of Tim Burton“ Ausstellung ab August eine Tim Burton Filmreihe. Alle Programme werden in z.T. sehr seltenen 35mm Archiv-Filmkopien gezeigt.

„The Cineastic World of Tim Burton“ mit …

Mi, 19.08.: SLEEPY HOLLOW
im Double Feature mit PLANET DER VAMPIRE!
Mi, 09.09.: CORPSE BRIDE
Mi, 14.10.: BEETLEJUICE
Mi, 25.11.: MARS ATTACKS!
im Double Feature mit EARTH VS. FLYING SAUCERS!
Mi, 09.12.: EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN
Sa, 26.12.: BATMANS RÜCKKEHR

Eintritt zu den Filmvorführungen:
7,00 Euro / ermäßigt 6,00 Euro

Karten reservieren? Hier entlang

Mit dem Kinoticket einer Vorführung der Tim Burton Filmreihe erhält man ermäßigten Eintritt in die Ausstellung „The World of Tim Burton“!

Mit der Eintrittskarte zur Ausstellung „The World of Tim Burton“ erhält man einmalig ermäßigten Kinoeintritt für eine Vorführung der Tim Burton Filmreihe!

Trailer zur Ausstellung „The World of Tim Burton“
Die Ausstellung ist bis zum 3. Januar 2016 zu sehen!

Bildmotiv: Tim Burton, Blue Girl with Wine, um 1997, Öl auf Leinwand, 71,1 x 55,9 cm, Privatsammlung © 2015 Tim Burton, All Rights Reserved

Open Air 2015

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OpenAir2013-029FILMHAUSKINO OPEN AIR IM OLYMPIA IM GLEISDREIECK

19. – 28. August 2015

So kommt man hin: Stadtplan
(Eingang via Lämmerstr.11, 200 Meter von der S-Bahn Nippes entfernt)
www.facebook.com/Olympiaimgleisdreieck

Das Filmhauskino freut sich auf sein Open Air, das dieses Jahr zum dritten Mal stattfindet: im August an fünf Terminen im Olympia – dem lauschigen Plätzchen im Gleisdreieck.
Lassen Sie auf der einladenden Terrasse des Olympia die heißen August-Tage mit einer erfrischenden Limo oder einem kühlem Bier ausklingen!
Lassen Sie Ihren Blick über die besondere Kulisse, die sich im Gleisdreieck bietet, schweifen: Tennis- und Fußballplätze, Bahngleise und Regionalzüge, die wilde Flora und Fauna, Dom und Mediapark-Hochhaus!
Genießen Sie bei Einbruch der Dunkelheit die Projektion auf der Olympia-Terrasse.

Folgende Filme werden zu sehen sein:

Mi, 19. August: WATER MUSIC (Film & Wunschkonzert der anderen Art…The Human Jukebox)
Do, 20. August: B-MOVIE – LUST & SOUND IN WEST-BERLIN

Mi, 26. August: HEUTE BIN ICH SAMBA
Do, 27. August: YES MEN – JETZT WIRD’S PERSÖNLICH (fällt auf Grund Regens leider aus)
Fr., 28. August: FRANK

geöffnet ab 18 Uhr – Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit
Ticket: 7 Euro / ermäßigt 6,00 Euro

(Wir bitten um Verständnis, dass für das Open Air-Programm keine Kartenreserverungen möglich sind. Kommen Sie einfach rechtzeitig ins Olympia, dann finden Sie auf jeden Fall Platz).

Wetter: ***WATER MUSIC findet bei jedem Wetter statt!!!*** Bei schlechtem Wetter drinnen in der Olympia-Gaststube.
Bei den anderen Filmen gilt: Diese fallen bei schlechtem Wetter und Regen aus. Bitte beachtet hierfür die Homepage oder facebook-Seite dann tagesaktuell im Auge. Danke für Euer Verständnis.


WATER MUSIC     B-MOVIE     HEUTE BIN ICH SAMBA     YES MEN     FRANK



Water-Music-Veranstaltungsfoto3Mittwoch, 19. August
WATER MUSIC
Film & Wunschkonzert der anderen Art (The Human Jukebox)
plus Vorfilm: HANS DAMPF behind the scenes

Regie: Collective One Take
Belgien 2013, Spielfilm, 88 Min., O.m.d.Ut.

Fünf junge Leuten machen sich auf eine Reise von der französischen Atlantikküste, um auf eine Musiktour zu gehen. Das ganz in einem alten Renault-Van. Ihr Ziel ist die Schweiz. Ihr Weg führt sie an Flüssen und Seen vorbei und sie lassen keine Gelegenheit aus, mögichst viel schwimmen zu gehen. Ihre Reise führt sie dann über Osteuropa, wo sie viel Musik entdecken – und schwimmen, Musikhören, trinken, Schlauchboot fahren.

Im Anschluss wird Guillaume Maupin aka The Human Jukebox noch ein kleines, feines Live-Konzert geben.

Und als Vorfilm: Das Making of des feinen HANS DAMPF von Christian Mrasek und Jukka Schmidt.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Bei schlechtem Wetter dann drinnen in der Olympiagaststube.

Präsentiert in Kooperation mit Filmclub 813 Filmclub 813 (200b)

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.www.watermusicfilm.org


B-Movie-Plakat_DINA1Donnerstag, 20. August
B-MOVIE – LUST & SOUND IN WEST-BERLIN

Regie: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck & Heiko Lange
D 2015, Dokumentarfilm, 94 Min.
mit: Mark Reeder, Gudrun Gut, Westbam, Blixa Bargeld, Nick Cave, Joy Division, Zazie, de Paris, Nena, Die Toten Hosen, Der „wahre“ Heino, Einstürzende Neubauten, Die Ärzte, Malaria!, Ideal u.v.a.

B-MOVIE ist eine Dokumentation über Musik, Kunst und Chaos im wilden West-Berlin der 80er Jahre. Bevor der eiserne Vorhang fiel, tummelten sich hier Künstler und Kommunarden, Hausbesetzer und Hedonisten jeder Couleur, die eingemauerte Stadt war ein kreativer Schmelztiegel für Sub- und Popkultur, Geniale, Dilletanten und Weltstars. B-MOVIE erzählt mit authentischem Filmmaterial die letzte Dekade der geteilten Stadt, von Punk bis zur Love Parade.

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Heute_bin_ich-Samba-PosterMittwoch, 26. August
HEUTE BIN ICH SAMBA

Regie: Éric Toledano & Olivier Nakache
F 2014, Spielfilm, 118 Min.
mit: Omar Sy, Charlotte Gainsbourg, Tahar Rahim

Samba (Omar Sy) lebt und arbeitet seit zehn Jahren in Frankreich. Der aus dem Senegal stammende Einwanderer hat aber keine Aufenthaltserlaubnis und muss entsprechend vorsichtig sein. Um möglichst wenig aufzufallen und sich trotzdem finanziell über Wasser zu halten, hangelt er sich von einem Nebenjob zum nächsten. Sein temperamentvoller Freund Wilson (Tahar Rahim) ist dabei immer an seiner Seite. Mit der Aussicht, endlich eine unbefristete Festanstellung als Koch zu bekommen, wendet Samba sich dann doch an die Behörden. Der verantwortliche Beamte teilt seinen Optimismus aber keinesfalls, sondern steckt den lebensfrohen Spaßvogel umgehend in Abschiebehaft. Samba begegnet dort Alice (Charlotte Gainsbourg), die nach einem Burnout ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich leistet. Gegen den Rat der erfahrenen Kollegen, immer Distanz zu wahren, nimmt sie sich Sambas Fall zu Herzen…

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Yes Men-PosterDonnerstag, 27. August
YES MEN – JETZT WIRD’S PERSÖNLICH

Heute, am Donnerstag, 27. August fällt die Open Air-Vorstellung auf Grund des Regens leider aus !

Regie: Mike Bonanno, Andy Bichlbaum, Laura Nix
USA 2014, Dokumentarfilm, 91 Min.

The Yes Men, das sind zwei amerikanische Aktivisten, die seit den 90ern auf kreative Weise ihren Beitrag im Kampf gegen das Corporate Business und die Mächtigen dieser Welt leisten. Sie geben sich als Vertreter verschiedener Organisationen aus, halten gefälschte Pressekonferenzen ab und tun alles, um die Öffentlichkeit auf die Machenschaften der Big Player aufmerksam zu machen. Publicity ist alles – auch für Aktivisten. THE YES MEN ARE REVOLTING zeigt die Arbeit zweier sympathischer Idealisten, die sich weder von bestehenden Machtstrukturen, noch von Rückschlägen davon abhalten lassen, für ihre Überzeugungen einzutreten. Ein unterhaltsamer, unverkrampfter Film mit einer dennoch enorm wichtigen Botschaft: Man kann etwas bewirken!

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.www.dieyesmen-derfilm.de



Frank PosterFreitag, 28. August
FRANK

Regie: Lenny Abrahamson
USA 2014, Spielfilm, 95 Min.

Frank (Michael Fassbender) ist der skurrile Frontmann der Rockband Soronprfbs. Sowohl bei den ungewöhnlichen öffentlichen Auftritten seiner Gruppe als auch im privaten Alltag trägt der skurrile Frank stets einen Pappmaschee-Kopf, der sein Gesicht verdeckt. Nicht einmal seine Bandkollegen (Maggie Gyllenhaal, Carla Azar und François Civil) wissen, wie er wirklich aussieht. Als der Keyboarder der experimentellen Band ausfällt, ist Frank auf Ersatzsuche und wird schließlich in dem Tagträumer Jon (Domhnall Gleeson) fündig. Frank nimmt den jungen, aufstrebenden Musiker in die Band auf, der jedoch noch nicht recht ahnt, worauf er sich eigentlich eingelassen hat. Obwohl das erste gemeinsame Konzert dann auch gehörig schiefgeht, darf Jon weiterhin in der Band bleiben. Zunächst überglücklich, kommen ihm doch bald Zweifel an seinem Engagement, als er sich mit seinen Mitmusikern in eine abgelegene Hütte in den irischen Wäldern begibt, um dort ein Album aufzunehmen.

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Tim Burton – SLEEPY HOLLOW

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Sleepy Hollowim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

SLEEPY HOLLOW
Regie: Tim Burton
USA 1999, 101 Min., DF, 35mm, FSK 16.

In seiner Adaption von Sleepy Hollow, der Schläfrigen Schlucht, setzt Tim Burton den Ermittler Ichabod Crane (Johnny Depp) aus New York auf mehrere mysteriöse Todesfälle an, die sich in dem unscheinbaren Städtchen Sleepy Hollow zugetragen haben. Crane ist ein Mann des Verstandes und der Vernunft und gibt sich an die Aufklärung der Verbrechen mit neuartigen kriminalistischen Methoden. Doch schon bald muss er feststellen, dass in Sleepy Hollow der Wissenschaft schnell Grenzen gesetzt sind; spätestens dann, wenn sich Ichabod Crane dem leibhaftigen Hessen ohne Kopf (Christopher Walken) persönlich gegenüber stehen sieht.

„Aus der klassischen Gruselkurzgeschichte von Washington Irving, die zur Standardlektüre von US-Schülern zählt, hat der exzentrische Filmemacher Tim Burton eine stimmungsvolle Adaption gezaubert, die halb Ausstattungsfilm (dafür gab’s dann sogar einen Oscar) und halb krasses Splattermovie geworden ist. SLEEPY HOLLOW ist perfekt in Szene gesetzt worden und erinnert mit all seinen kleinen Details an die goldene Ära des Gothic-Horrors à la Terence Fisher. Daß sich Burton, der wiederum seine Arbeit mit einer ganzen Palette düsterer Bilder versehen hat, vor den Hammer-Produktionen, die offenbar seine Kindheit geprägt haben, verneigt, wird auch dadurch deutlich, daß es gerade Christopher Lee in einer Nebenrolle als Richter ist, der den genial spielenden Johnny Depp als Ichabod Crane nach Sleepy Hollow schickt.“ Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

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PLANET DER VAMPIRE
Regie: Mario Bava
OT: Terrore nello spazio, Italien/Spanien 196, ca. 90 Min., DF, 35mm, FSK 16.

„Hoffen Sie das alles, was dieser Film zeigt, nie Wirklichkeit wird!“ Zwei Raumschiffe, die ein Notsignal empfangen haben, landen auf dem Planeten Aura. Die Landung wird zur Hölle, denn die unsichtbaren Bewohner Auras bemächtigen sich fremder Körper, um ihren sterbenden Planeten verlassen zukönnen. Von Genre-Maestro Mario Bava äußerst effektiv inszenierter Science-Fiction-Schocker.

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Mittwoch, 19. August – 21.00 Uhr

WIR WOLLTEN DIE REPUBLIK VERÄNDERN – DER LIBERALE GERHART BAUM

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Gerhart-Baum-Poster (300b)am Montag, 17. August – 20.00 Uhr
im Rahmen des Grünen Kinos – Gerhart Baum zu Gast
/ Im anschließenden Filmgespräch diskutieren die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker mit Gerhart Baum unter Moderation des grünen Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis über Perspektiven zur Stärkung der Bürgergesellschaft.

Regie: Bettina Ehrhardt
D 2012, Dokumentarfilm, 87 Min.

Ein visionärer Politiker, der seine Überzeugungen vertritt – wenn es sein muss, „gegen den Mainstream der eigenen Partei“. Ein Mann von „Temperament und Entschiedenheit, aber auch Besonnenheit“. Jemand, der mitten in der „liberalen Familie“ steht. Das sagen Freunde, Parteigenossen und Weggefährten über Gerhart Baum, einen der großen Männer der Bundesrepublik Deutschland. Die Lebensgeschichte des unbeirrten Demokraten beginnt in Dresden, wo er die Bombennacht am 13. Februar 1945 überlebt. Gemeinsam mit der Mutter und den Geschwistern flieht er nach Oberbayern und geht Anfang der 50er Jahre nach Köln, wo er bis heute lebt. Noch als Student wird er Vorsitzender der Jungdemokraten, der Jugendorganisation der FDP. Baums Bekenntnis zur sozial-liberalen Koalition der 70er Jahre und seine Haltung bei ihrem dramatischen Bruch 1982 – der seine eigene politische Karriere jäh beendete – machen deutlich, für welche politischen Überzeugungen Gerhart Baum sein Leben lang leidenschaftlich eingetreten ist. Bis heute kämpft er mit erfolgreichen Verfassungsbeschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe für die Bürger- und Freiheitsrechte in Deutschland.

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am Montag, 17. August – 20.00 Uhr
Im anschließenden Filmgespräch diskutieren die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker mit Gerhart Baum unter Moderation des grünen Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis über Perspektiven zur Stärkung der Bürgergesellschaft.

HIMMELVERBOT

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Himmelverbot-Poster (300b)ab 13. August
Premiere am Dienstag, 11. August – 20.30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Andrei Schwartz

Regie: Andrei Schwartz
D, Rumänien 2014, Dokumentarfilm, 87 Min., FSK 12
Tag/Traum-Filmproduktion

Als Gabriel Hrieb durch das Gefängnistor tritt, hat er knapp zehn Euro bei sich, einen abgelaufenen Personalausweis und keinen blassen Schimmer, wie die Rückkehr in ein Land aussehen wird, das er nur noch aus dem Fernseher kennt.

Bislang hatten nur wenige Lebenslängliche eine Chance auf einen Neunfang. Denn diese Maßnahme gibt es in Rumanien erst seit das Land vor ein paar Jahren in die EU aufgenommen wurde. Doch Gabriel stehen weder soziale Einrichtungen noch Bewährungshelfer zur Seite. Nur seine überforderte Mutter und lange verdrängte Konflikte warten auf ihn. Nach der anfänglichen Euphorie gerät er immer mehr in eine Sackgasse: Er findet weder Arbeit noch einen Platz, wo er nach eigenem Gutdünken leben kann. Nicht nur einmal denkt er: Wäre ich doch lieber im Knast geblieben! Aber aufgeben will er nicht. Hinter seinem Chaplin-Lächeln verbergen sich noch allzu viel Lebenswille – und eine gehörige Portion Chuzpe. Jetzt will er sein Glück in Deutschland versuchen.

Regisseur Andrei Schwartz lernte Gabriel Hrieb vor zehn Jahren während der Dreharbeiten zu „Jailbirds – Geschlossene Gesellschaft“ kennen, einem Dokumentarfilm über das rumänische Hochsicherheitsgefängnis Rahova. Gabriel saß damals lebenslänglich wegen eines Doppelmords. Acht Jahre später wird er, nach 21 Jahren Haft, auf Bewährung entlassen. In „Himmelverbot“ begleitet ihn das Filmteam die ersten zwei Jahre nach seiner Freilassung.

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.www.wfilm.de/himmelverbot

Premiere am Dienstag, 11. August – 20.30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Andrei Schwartz

VICTORIA

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Poster_Victoria (300b)ab 06. August

Regie: Sebastian Schipper
D 2015, Spielfilm, 140 Min., FSK 12

Eine Stunde noch, dann neigt sich auch diese Nacht in Berlin wieder dem Ende zu. Vor einem Club lernt Victoria, eine junge Frau aus Madrid, vier Berliner Jungs kennen – Sonne, Boxer, Blinker und Fuß. Der Funke zwischen ihr und Sonne springt sofort über, aber Zeit füreinander haben die beiden nicht. Sonne und seine Kumpels haben noch etwas vor. Um eine Schuld zu begleichen, haben sie sich auf eine krumme Sache eingelassen. Als einer von ihnen unerwartet ausfällt, soll Victoria als Fahrerin einspringen. Was für sie wie ein großes Abenteuer beginnt, entwickelt sich zunächst zu einem verrückten euphorischen Tanz – und dann schnell zum Albtraum. Während der Tag langsam anbricht, geht es für Victoria und Sonne auf einmal um Alles oder Nichts…

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DIE GETÄUSCHTE FRAU

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Die getäuschte Frau-Poster (300b)ab 30. Juli

Originaltitel: ZURICH
Regie: Sacha Polak
NL, B, D 2014, Spielfilm, 89 Min., FSK 12

10 Jahre lang waren Nina (Wende Snijders) und Boris ein Paar. Dann kommt Boris bei einem tragischen Unfall ums Leben, und Ninas Welt gerät ins Wanken – jedoch nicht nur durch den Verlust ihres Partners, sondern vor allem durch die Erkenntnis, dass sie den Menschen, dem sie so nahe zu stehen glaubte, offenbar kaum kannte: Boris hat offenbar all die Jahre ein Doppelleben geführt. Nina wird von den Enthüllungen fast aus der Bahn geworfen. Sie begibt sich auf eine bestürzende Reise in ihre Vergangenheit – bis sie einem neuen Mann (Sascha Alexander Gersak) begegnet…

Regisseurin Sacha Polak erzählt mit der großen emotionalen Wucht von BROKEN CIRCLE und der sensiblen Kunstfertigkeit eines Krzysztof Kieslowski die faszinierende Geschichte einer Frau, auf deren Gefühlsreise der Zuschauer durch die außergewöhnlich komponierte Erzählstruktur immer wieder verblüfft wird.

Stürmisch gefeiert auf der Berlinale 2015 und ausgezeichnet mit dem CICAE-Preis durch den internationalen Verband der Filmkunstkinos.

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JUD SÜß

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JudSuess-Still (300b)am 22. Juli

Regie: Veit Harlan
Deutschland 1940, Laufzeit: 97 Min., FSK 12

moderierte Vorstellung. Referent: Michael Kleinschmidt

1940 drehte Veit Harlan im Auftrag des NS-Regimes den antisemitischen Hetz-Film schlechthin: „Jud Süß“. In Anlehnung an die historische Figur Joseph Süß Oppenheimer inszenierte der Film die angeblichen, „historischen“ Untaten eines jüdischen Finanzbeamten Mitte des 18. Jahrhunderts, der zum Schluß gehängt wird. Nach dem Krieg gelang es Regisseur Harlan, sich vor Gericht als Opfer von Goebbels‘ Propagandaministerium einer Verurteilung zu entziehen. Der raffiniert konzipierte, „mörderisch wirkende“ (Ralph Giordano) Unterhaltungsfilm, den zwischen 1940 und 1943 20 Millionen Menschen gesehen hatten, klebte dennoch wie Pech an dem 1964 auf Capri verstorbenen Berliner.

am Mittwoch, 22. Juli – 18.00 Uhr

HEIL

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Heil-Poster (300b)ab 16. Juli

Regie: Dietrich Brüggemann
D 2015, Spielfilm, 104 Min.

Willkommen in Prittwitz. Der gefeierte afrodeutsche Autor Sebastian Klein ist auf Lesereise in der ostdeutschen Provinz und wird von den ortsansässigen Neonazis standesgemäß begrüßt: mit einem Schlag auf den Kopf. Sebastian verliert prompt sein Gedächtnis und plappert alles nach, was man ihm sagt. Nina , Sebastians hochschwangere Freundin in Berlin, ist in höchster Aufregung. Kurzerhand fährt sie nach Prittwitz und setzt sich zusammen mit dem Dorfpolizisten Sascha auf die Fersen ihres Freundes. Der ist in der Hand der rechten Kameraden und ihres Anführers Sven und fühlt sich pudelwohl. Feixend tingelt er durch die Talkshows und drischt die Parolen, die Sven ihm einflüstert. Ein „Schwarzer“, der gegen Integration wettert – die Öffentlichkeit ist aus dem Häuschen. Und Sven sieht sich endlich auf dem Weg zum Meinungsführer. Bei seiner Angebeteten, der Nazibraut Doreen, kann er damit aber nicht punkten. Die will Taten sehen. Historische Taten. Und so rüstet Sven seine Leute zum großen Showdown – während beim Verfassungsschutz die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, und beide gerade nicht ins Internet kommen. Was kann die Welt jetzt noch retten? Und was die Liebe von Nina und Sebastian?

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.www.heilderfilm.x-verleih.de

IT FOLLOWS

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It follows-Poster (300b)ab 09. Juli

Regie: David Robert Mitchell
USA 2014, Spielfilm, 100 Min., FSK 12, DF & OmU.

Nachdem die 19-jährige Jay mit dem süßen Hugh auf der Rückbank seines Autos Sex hatte, wird sie das beunruhigende Gefühl nicht los, dass sie jemand – oder etwas – verfolgt und findet sich schließlich in einem paranoiden Alptraum wieder, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

David Robert Mitchell gelingt mit minimalistischen Mitteln und zahlreichen Anleihen bei den Klassikern des Genres ein alptraumhafter Indie-Horrorfilm. Mithilfe von atmosphärischen Bildern und einem einzigartigen, wummernden Soundtrack wird IT FOLLOWS zur filmgewordenen Paranoia, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

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VERLIEBT, VERLOBT, VERLOREN

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Verliebt..._Poster (300b)ab 09. Juli

Regie: Sung-Hyung Cho
D 2015, Dokumentarfilm, 95 Min., FSK 0

1952, noch während des Koreakrieges, schickte Nordkorea auserwählte Studenten in sozialistische Bruderländer mit dem Ziel, sie dort auszubilden und mit dem neuen Wissen irgendwann zurück in die Heimat zu schicken, um das zerstörte Vaterland wieder aufzubauen. Die DDR nahm einen großen Teil der koreanischen Studenten auf. Die höflichen jungen Männer beherrschten neben der deutschen Sprache bald auch die landestypischen Tanzschritte. Das war die Zeit, in der junge deutsche Frauen ihnen so schicksalhaft begegnen sollten: Ihre persönliche Liebes- und Lebensgeschichte begann vor der Kulisse der großen Weltgeschichte. Es kam, wie es kommen musste: Sie verliebten sich, sie verlobten sich, sie bekamen Kinder.

Anfang der 60er Jahre mussten die jungen Nordkoreaner nach Hause zurückkehren und zum Teil ihre frisch gegründeten Familien für immer zurücklassen.

VERLIEBT, VERLOBT, VERLOREN schildert die Geschichte der Zurückgelassenen, der Mütter und deren Kinder, die ohne die Väter aufwuchsen, denen sie so ähnlich sehen. Der Film erzählt von dem Verlangen der Kinder, ihre Väter kennenzulernen, oder wenigstens ein Lebenszeichen von den Vätern zu bekommen, die sie nie kennen lernen durften, und der Sehnsucht der Mütter, die einst große Liebe ihres Lebens wiederzusehen. Letztlich erzählt der Film von Liebe, die nicht aus unserer Zeit zu kommen scheint: Einer Liebe voll von Sehnsucht, Schmerzen, Bangen und einem halben Jahrhundert des Wartens. Der Film zeigt, dass die romantische, altmodische Liebe noch einen Platz in unserer Zeit hat.

Die in Südkorea geborene Regisseurin Sung-Hyung Cho gewann für ihren ersten Langfilm FULL METAL VILLAGE 2006 den Hessischen Filmpreis, den Schleswig-Holstein Filmpreis sowie 2007 den Max-Ophüls-Preis, den Gilde-Filmpreis und den DEFA-Nachwuchspreis.

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*am Samstag, 11. Juli (17 Uhr) ist die Regisseurin Sung-Hyung Cho anwesend und steht für ein anschließendes Publikumsgespräch zur Verfügung.

1HA 43A

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Film-Still1 (300b)am 05. Juli


im Rahmen der Kölner Kinonächte

präsentiert von LaDoc
In Anwesenheit der Regisseurin Monika Pirch und dem Wissenschaftsredakteur Volker Bräutigam

DE 2014 • 52 Min. • Regie: Monika Pirch

„Im Herbst 2004 bin ich Landbesitzerin geworden. Bauer war bislang keiner bei uns in der Familie. Also verhielt ich mich in den folgenden Jahren so wie meine Mutter, mein Großvater und mein Urgroßvater: Immer am 11.11. schaute ich ob die Pacht auf dem Konto war.“

Mit subtilem Humor und poetischem Blick unternimmt die Autorin sechs Versuche sich ihrem Besitz zu nähern und begibt sich dabei auf eine Reise in die Vergangenheit, in die Zukunft und in die Verwaltung. Alle mit dem Stück Ackerland verbundenen Ressourcen wie Grundbesitz, Bodeneigenschaften, menschliche Arbeit, Kartoffeln und Wind stehen dabei zur Disposition. Bei ihrer Recherche trifft sie nicht nur auf ganz unterschiedliche finanzielle Begehrlichkeiten sondern auch auf historische Handwerkstechniken und eine verstorbene Verwandte, die den aktuellen Umgang mit dem Spekulationsobjekt Ackerland ins Absurde führen. Und fast beiläufig beobachtet sie den Alltag in unserer Landwirtschaft, in der 2% der Bevölkerung die anderen 98% mit Lebensmittel versorgen. Im Ablauf eines Jahres und fortlaufender Varianten des Scheiterns entfaltet sich ein sehr persönlicher Blick auf diese 1,43 ha große Fläche in der Köln-Aachener Bucht.

Im Anschluss an den Film lädt LaDOC ein, mit der Regisseurin Monika Pirch und Volker Bräutigam, Wissenschaftsredakteur beim aid Informationsdienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. aus Bonn, über die Verantwortung für die Ressource Ackerland im akutellen Kontext von Landverlust, Finanzkrise und neuen Formen der Landwirtschaft zu diskutieren.

Das Gespräch wird moderiert von Filmemacherin und LaDOC – Mitglied Lisa Glahn.

.www.1ha-43a.de

am Sonntag, 05. Juli – 19.00 Uhr

 

QUEER AFRICA

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Film3-Still (300b)am 02. Juli

im Rahmen der Kölner Kinonächte
präsentiert von FilmInitiativ mit LSVD, Rubicon / baraka, Feminale e.V. & Institut für Geschlechterstudien der FH Köln

 

FLUORESCENT SIN
K 2011 • 8 Min. • OmeU • digital • Regie: Amirah Tajdin

Der Vorfilm FLUORESCENT SIN porträtiert eine Dragqueen im Hauptbahnhof der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

LA NUIT DE BADR (NIGHT OF BADR)
TUN 2012 • 25 Min. • OmeU • Digi-Beta • Regie: Mehdi Hmili

LA NUIT DE BADR erzählt von einem alternden Dichter, der nach dem Sturz der Ben Ali Diktatur aus dem Exil nach Tunesien zurückkehren will und eine letzte Nacht mit seinem Geliebten Philippe verbringt.

DIFFICULT LOVE
SA 2011 • 48 Min. • OmdtU • digital • Regie: Zanele Muholi & Peter Goldsmid

DIFFICULT LOVE ist ein Dokumentarfilm von und mit der südafrikanischen Künstlerin und Aktivistin Zanele Muholi. Ihre Fotografien reflektieren Macht und Gewalt in Südafrika sowie die Unterdrückung schwarzer Frauen. Sie thematisieren aber auch gleichgeschlechtliche Intimität und Liebe. Der Film dokumentiert die Kluft zwischen der Lebensrealität lesbischer Frauen in der heutigen südafrikanischen Gesellschaft und dem offiziellen Selbstbild des Landes, in dem der Schutz sexueller Minderheiten in der Verfassung verankert ist. Zanele Muholi bezeichnet sich selbst als „visuelle Aktivistin“, denn es ist ihr explizites politisches Ziel, die „Unsichtbarkeit“ der queeren, schwarzen Gemeinschaft in Südafrika durch ihre engagierte Fotografie aufzuheben. Eine Kurzfassung dieses Dokumentarfilms wurde 2012 auf der dOCUMENTA (13) in Kassel präsentiert.

Donnerstag, 02. Juli – 19.00 Uhr

ICH SEH, ICH SEH

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Ich seh ich seh-Poster (300b)ab 02. Juli

Regie: Veronika Franz, Severin Fiala
Östereich 2014, Spielfilm, 100 Min., FSK 16

In einem abgelegenen, idyllischen Haus am Waldrand genießen die Zwillingsbrüder Lukas und Elias die Sommerferien. Die beiden streunen zwischen Waldsee und Maisfeld umher und können die Ankunft ihrer Mutter kaum erwarten. Als sie jedoch nach einem Unfall aus dem Krankenhaus mit einbandagiertem Gesicht zurückkehrt, sind alle früheren Gewissheiten verschwunden. In der strengen Frau, die nun vor ihnen steht, können sie ihre Mutter kaum wiedererkennen. Schon bald werden sie den Zweifel nicht mehr los, dass eine Fremde die Kontrolle übernimmt. Während die Mutter versucht, den sich regenden Widerstand zu ersticken, machen sich die Kinder mit der ihnen gebotenen Gründlichkeit daran, die Wahrheit herauszufinden. Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich.

»Ich Seh Ich Seh« von Veronika Franz und Severin Fiala seziert in präzise komponierten Bildern, was die Familienwelt im Innersten zusammenhält. Das Regie-Duo erzählt mit furchtloser Schärfe von einem Abgrund, der sich zwischen Wahrnehmung und Gesichtsverlust aufgetan hat. Ihnen gelingt eine hochspannende filmische Erzählung, der man sich kaum entziehen kann.

Produziert von Ulrich Seidl

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BAD LUCK

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Bad Luck-Poster (300b)ab 02. Juli

Regie: Thomas Woschitz
Östereich 2015, Spielfilm, 80 Min.

Dagmar arbeitet auf einer Tankstelle und hat Schulden. Lippo, Mitarbeiter in einem Wettsalon, wird von seinem Chef gefeuert und schwört Rache. Karl, ein Automechaniker, und sein seltsamer Freund Rizzo werden durch einen überraschenden Geldfund zu unüberlegten Handlungen hingerissen.

Drei Autounfälle. Drei Tage. Drei Geschichten. BAD LUCK ist ein tragikomischer Film über falsche Entscheidungen, Zufälle und die Suche nach dem Glück.

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UNDERDOG (White God)

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Underdog-Poster (300b)ab 25. Juni

Regie: Kornél Mundruczó
Ungarn 2014, Spielfilm, 119 Min., FSK 12

Ein junges Mädchen fährt auf dem Fahrrad durch ein unheimlich menschenleeres Budapest. Auf einer Brücke radelt sie an einem Auto mit offenen Türen vorbei, weit und breit kein Fahrer in Sicht. Als würde sie eine diffuse Gefahr spüren, schaut sie sich um: So wie einst dem Rattenfänger von Hameln die Ratten folgen ihr Heerscharen streunender Hunde, die sich auf rätselhafte Weise gegen die Menschheit verschworen haben. Schon den ersten Bildern von Kornél Mundruczós Film Underdog wohnt ein subtil beunruhigendes Geheimnis inne, das sich im Lauf der Ereignisse stetig zuspitzt.

In seinem sechsten Film entwirft der ungarische Regisseur ein Schreckensszenario vom Aufstand einer gedemütigten Spezies gegen ihre Peiniger, eine Parabel auf die gesellschaftlichen Missstände, nicht nur in Ungarn, sondern in der ganzen Welt. Schleichend kippt die Coming of Age-Geschichte eines dreizehnjährigen Mädchens in einen Horrorfilm, der Erinnerungen an Hitchcocks Die Vögel weckt, aber auch an die Rebellion der Primaten in Der Planet der Affen. Gedreht wurde ganz real auf den Straßen von Budapest, mit Hunden, die keine computeranimierten Statisten sind, sondern von erstklassigen Tiertrainern angeleitete Schauspieler, die in der Sektion Un Certain Régard auf dem Filmfestival von Cannes mit einer „Hunde-Palme“ ausgezeichnet wurden.

Alles beginnt mit einer scheinbar harmlosen Maßnahme zur Regulation der Hundezucht. Um reinrassige Vierbeiner zu begünstigen, werden Mischlingshunde in Ungarn mit einer hohen Steuer belegt, woraufhin massenhaft Hundebesitzer ihre ungeliebten Bastarde aussetzen. In der Folge sind die Tierheime bald hoffnungslos überfüllt.

Verzweifelt sucht die dreizehnjährige Lili (Zsofia Psotta) ihren geliebten Mischlingshund Hagen, den ihr Vater auf einer Straßenkreuzung ausgesetzt hat. Hagen hat sich inzwischen einem kleinen Rudel Streuner angeschlossen und muss schmerzlich erfahren, dass nicht alle Menschen seine besten Freunde sind. Das ehemalige Haustier muss den städtischen Hundefängern entkommen, wird von einem ausgefuchsten Bettler verhökert und gerät in die Hände eines Kampfhundtrainers, der mit grausamen Methoden seinen Kampfgeist anstachelt. Als er schließlich im Tierheim landet, zettelt er als Anführer der entrechteten Hunde einen Aufstand gegen die Menschen an. Und Lili ist die Einzige, die den unerbittlichen Krieg zwischen Hund und Mensch noch aufhalten kann.

ausgezeichnet mit dem Palm Dog Award in Cannes.

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FREISTATT

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Freistatt - Poster (300b)ab 25. Juni

Regie: Marc Brummund
D 2015, Spielfilm, 104 Min., FSK 12

Sommer 1968. Während für viele in Deutschland eine neue Ära der Freiheit anbricht, wird der 14-jährige Wolfgang von seinem Stiefvater in die kirchliche Fürsorgeanstalt “Freistatt” abgeschoben. Dort ist es wie im Knast: Die Türen sind verschlossen, die Fenster vergittert, Briefe werden abgefangen. Die Jungen werden mit militärischem Drill zum Torfstechen ins Moor geschickt und als billige Arbeitskräfte ausgenutzt. Von ihren Familien vergessen, verrohen sie als Opfer eines körperlichen und psychischen Gewaltsystems, von dem man draußen nichts mitbekommen darf. Wolfgang widersetzt sich und plant seine Flucht: Ihr kriegt mich nicht – niemals! Seine Sehnsucht nach Freiheit will er nicht so schnell im Moor begraben.

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.www.freistatt-film.de

EIN ABEND NACH DEM KRIEG

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Filmreihe AsienhausEin Abend nach dem Krieg_Poster (300b) „Südostasien auf der Leinwand – Streben nach Unabhängigkeit“

am 24. Juni

Kambodscha 1998; Regie: Rithy Panh; 113 Minuten; Khmer & Französisch mit deutschem Untertitel

Savannah ist 28 Jahre alt, als er nach langen Jahren im Kampf gegen die Roten Khmer nach Phnom Penh zurückkehrt. In seinem ganzen Leben hat er nie etwas anderes als Krieg in seinem Land gesehen. In der Hauptstadt lernt er Srey kennen. Er möchte mit ihr zusammen leben, doch das ist nicht so einfach, nach Jahrzehnten Krieg und Terror, in einem Land in dem die Menschen sich mehr an den Tod als an das Leben gewöhnt haben. Rithy Panh, der mittlerweile als „cinematic voice of Cambodia“ gilt, erzählt in seinem zweiten Spielfilm von der Suche nach Liebe in einer Nachkriegslandschaft und der Neuorientierung eines ganzen Landes in der Zeit unmittelbar nach dem Krieg, in der die Menschen mit einem gewöhnlichen Alltag umgehen lernen und gleichzeitig das Gewesene verarbeiten müssen.
Einführung und Moderation: Dr. Uwe Hoering, Stiftung Asienhaus Köln
Diskussion mit Timothy Williams, Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg

am Mittwoch, 24. Juni – 18.15 Uhr

SANGOMAAR

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Sangomaar-Poster (300b)am 18. Juni
präsentiert von FilmInitiativ Köln

in Anwesenheit des Regisseurs Moussa Sene Absa

Regie: Moussa Sene Absa; Senegal 2015; OF m. engl. UT; digital; ca. 55 min.

Moussa Sene Absa lebt im Senegal und nimmt mit seinen Filmen kritisch Stellung zur Politik der jeweils Regierenden in seinem Land; zuletzt in seinem Film Yoole, in dem er die Dramatik der Fluchtwege von Afrika nach Europa anklagt. In seinem neuen Film Sangomaar nimmt er das Thema wieder auf. Dazu hat er in Senegal, auf Barbados, in Burkina Faso, Niger und Berlin gedreht. Den Rohschnitt dieses Films wird er in Köln präsentieren und diskutieren. Sangomaar bezeichnet den mystischen Ort, an dem das Meer auf den Fluss trifft. Im kollektiven Bewusstsein der senegalesischen Bevölkerung ist Sangomaar auch der Ort, an dem die Geister ruhen und wo sich nach Einbruch der Dunkelheit die Götter versammeln, um über den Zustand der Welt zu diskutieren.

in Anwesenheit des Regisseurs Moussa Sene Absa

am Donnerstag, 18. Juni – 20.00 Uhr

ZWEITE CHANCE

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Zweite Chance-Poster (300b)ab 18. Juni

Regie: Susanne Bier
Dänemark, Schweden 2014, 98 Min, DF, FSK 12.

Das Kind eines Junkies verwahrlost. Das Baby eines Polizisten (Nikolaj Coster-Waldau, „Game of Thrones“) stirbt. Der Staatsdiener trifft eine folgenschwere Entscheidung. Die dänische Regisseurin Susanne Bier („Brothers – Zwischen Brüdern“) liefert ein atmosphärisches, hochspannendes und wendungsreiches Thrillerdrama über Moral, Gerechtigkeit und eine verheerende Verzweiflungstat.

.www.zweitechance-derfilm.de
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SOEGIJA

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Filmreihe Asienhaus „Südostasien auf der Leinwand – Streben nach Unabhängigkeit“

am 17. Juni

Indonesien 2012; Regie: Garin Nugroho; 115 Minuten; Indonesisch mit englischem Untertitel

1940 wird Albertus Soegijapranata zum ersten indonesischen Erzbischof ernannt. In den folgenden Jahren hält er die historischen Entwicklungen der holländischen und japanischen Besatzung sowie die der indonesischen Unabhängigkeitsbewegung in seinem Tagebuch fest. Vor diesem Hintergrund erzählt Garin Nugroho die Geschichte seiner Protagonisten: die indonesische Krankenschwester Mariyem sucht ihren Bruder, der niederländischen Soldat Robert verliert sich in Gewalt, der japanischen General Nobuzuki vermisst seine Tochter und der Kriegsfotograf Hendrick verliebt sich. Alle kämpfen ihren persönlichen und alltäglichen Kampf in einer der stürmischsten Phasen der indonesischen Geschichte. Nugroho legt dabei nicht nur besonderen Wert auf eine poetische Bildgestaltung, sondern hebt immer wieder den Wert von Vielfalt und Menschlichkeit hervor.

Einführung und Moderation: Karl Mertes, Deutsch-Indonesische Gesellschaft Köln

Diskussion mit Gerhard Kuhn, AK Indonesien im Eine Welt Forum Aachen

am Mittwoch, 17. Juni – 18.15 Uhr

DER WEG EINER FRAU

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Der Weg einer Frau-Poster (300b)am 15. Juni
präsentiert von der Deutsch-Indischen Gesellschaft Köln/Bonn

Regie: Pradeep Sarkar
Indien 2007, Spielfilm, 136 Min.
mit Rani Mukerji, Abhishek Bachchan, Jaya Bachchan, Konkona Sen Sharma, Kunal Kapoor

Die Schwestern Badki und Chutki führen ein glückliches wenn auch bescheidenes Leben in Benares. Als ihre Eltern in finanzielle Not geraten, geht Badki nach Mumbai, um Geld zu verdienen. Verzweifelt nimmt sie das Angebot eines reichen Managers an: Arbeit gegen Sex. Schon bald wird aus der unbeschwerten Badki „Natasha“, ein Edel-Callgirl. Als Chutki ihr nach Mumbai folgt und Badki sich auch noch in den nichts ahnenden Anwalt Rohan verliebt, droht ihr Doppelleben aufzufliegen.

In diesem modernen Großstadtdrama zeigt sich Rani Mukerji in der mutigsten Rolle ihrer Karriere. An ihre Seite stellt Regisseur Pradeep Sarkar weitere große Stars wie Abhishek und Jaya Bachchan.

Eintritt: 7,00 EUR

am Montag, 15. Juni – 18.45 Uhr

GERMAN ANGST

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German Angst-Plakat (300b)ab 15. Juni GERMAN ANGST
Regie: Jörg Buttgereit, Andreas Marschall, Michal Kosakowski
Deutschland 2015, 111 Min, DCP, OmdtU, FSK 18.

In drei Horrorepisoden von Liebe, Sex und Tod entführen JÖRG BUTTGEREIT (Nekromantik, Der Todesking), ANDREAS MARSCHALL (Tears of Kali, Masks) und MICHAL KOSAKOWSKI (Zero Killed) in die dunkelsten Gassen von Berlin.
GERMAN ANGST ist ein deutscher Independent Mystery-Horror Episodenfilm, der mit drei urbanen Alptraum-Stories aus dem heutigen Berlin an die vergessene Horrortradition der 20er Jahre anknüpft.
Die erste Episode von Jörg Buttgereit FINAL GIRL erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das alleine mit seinem Meerschweinchen in einer heruntergekommenen Berliner Mietwohnung lebt. Aber ist sie wirklich alleine? Im Schlafzimmer liegt ein Mann, gefesselt und geknebelt…
In der Episode ALRAUNE von Andreas Marschall stößt ein junger Mann im Berliner Nachtleben auf einen geheimen Erotik-Club, der die ultimative sexuelle Grenzerfahrung verspricht: mit Hilfe einer Droge aus den Wurzeln der sagenumwobenen Alraune Pflanze. Aber die ekstatischen Erlebnisse haben grauenhafte Nebenwirkungen…
MAKE A WISH von Michal Kosakowski erzählt, wie Kasia und Jacek, ein taubstummes polnisches Pärchen, in die Hände einer sadistischen Hooligan Gang fällt. Die jungen Leute scheinen den Schlägern hilflos ausgeliefert. Aber Kasia hat ein Amulett, das im zweiten Weltkrieg schon den Lauf der Geschichte geändert und ihre Mutter gerettet hat. Plötzlich geschieht etwas Magisches, das die Situation überraschend auf den Kopf stellt.
Drei unterschiedlich ausgeprägte Handschriften vereinigen sich in GERMAN ANGST: Jörg Buttgereits morbide Sicht auf den Alltag, Marschalls Sprung in den Abgrund schwarzer Erotik und Kosakowskis Verschmelzung von Politik und Horror fließen zusammen wie eine dunkle Komposition, erforschen sich gegenseitig und ein eigenwillig verstörendes Bild der Gegenwart entsteht.

.www.german-angst.com
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HERR FUKU-CHAN VON NEBENAN

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Herr Fuku Chan - Poster (300b)NRW-Premiere

ab 12. Juni
Regie: Yosuke Fujita
Japan, GB, D, I 2014, Spielfilm, 106 Min.; OmU.

Der freundliche Junggeselle FUKUDA Tatsuo, von Freunden und Nachbaren liebevoll „Fuku-chan“ genannt, streicht bei Tag Hauswände, bemalt bei Nacht Flugdrachen und lebt im kuriosen Fukufuku-Apartmentkomplex. Von allen geschätzt, wird er in jeder Lebenslage zu Rate gezogen und ist quasi Seelsorger seiner Mitmenschen – nur mit den Frauen hat er einfach kein Glück.

Da taucht eines Tages Chiho auf, Fuku-chans heimliche Highschool-Liebe, die ihn einst mit einem bösen Schülerstreich stark traumatisiert hat. Chiho ist angehende Fotografin und hat sich in den Kopf gesetzt, alles wiedergutzumachen, und entdeckt im schüchternen Fuku-chan ihre Muse.

In der männlichen Hauptrolle dieser herzerwärmenden Komödie aus der Feder von Regisseur und Drehbuchautor FUJITA Yosuke (FINE, TOTALLY FINE – Gewinner des Nippon Cinema Award) ist ÔSHIMA Miyuki zu sehen, eine der beliebtesten weiblichen Comedians Japans.

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BEATRIZ’S WAR

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BeatrizWar (300b)Filmreihe Asienhaus „Südostasien auf der Leinwand – Streben nach Unabhängigkeit“

am 10. Juni

Osttimor 2013; Regie: Bety Reis, Luigi Acquisto; 105 Minuten; Tetun &
Indonesisch mit englischem Untertitel

Osttimors erster Spielfilm behandelt die Rolle von Frauen im Unabhängigkeitskampf anhand einer Liebesgeschichte: Beatriz und Tomas wachsen zusammen auf und heiraten. Der timoresische Widerstand kämpft gegen die indonesischen Besatzer, die beim „Kraras Massaker“ 1983 beinahe die gesamte männliche Bevölkerung eines Dorfes ermorden. Tomas verschwindet, seine Leiche wird jedoch nie gefunden. Beatriz übernimmt das Kommando über das „Dorf der Witwen“ und hofft verzweifelt, dass ihr Ehemann noch am Leben ist. Sechzehn Jahre später kehrt er zurück, doch er ist nicht mehr derselbe. Der Krieg hat ihn verändert. Ist dieser mysteriöse Fremde ihr Ehemann oder ein Betrüger? Anhand von Beatriz Geschichte erzählt dieser epische Film von Osttimors Unabhängigkeitskampf, bei dem rund ein Viertel der timoresischen Bevölkerung ihr Leben verlor.

Einführung und Moderation:
Sara Czinczoll, Deutsche Osttimor Gesellschaft

Diskussion mit Dr. Monika Schlicher, Geschäftsführerin der Stiftung Asienhaus

am Mittwoch, 10. Juni – 18.15 Uhr

MASTER OF THE UNIVERSE

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Master of the Universe-Plakat (300b)Im Rahmen des Grünen Kinos
Rainer Voss zu Gast

am 08. Juni

Regie: Marc Bauder
D, A 2013, 88 Min., Dokumentarfilm, FSK 0

Ein verlassenes Bankgebäude.
Ein hochrangiger Investmentbanker.
Ein beunruhigender Einblick in eine Parallelwelt.

Zum ersten Mal packt ein echter Insider des internationalen Finanzgewerbes aus, einer der ehemals führenden Investmentbanker Deutschlands. Rainer Voss, der in seiner aktiven Zeit locker mit Millionen hantierte, erzählt aus eigener Anschauung, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen, Skrupellosigkeiten und quasi-religiösen Gesetzmäßigkeiten. Hat sich seit der globalen Finanzkrise etwas geändert? Voss‘ Ausblick gibt Grund zur Beunruhigung…

„Vor 20 Jahren war die Haltedauer einer Aktie im Durchschnitt 4 Jahre und heute sind wir bei 22 Sekunden. Der Sinn eine Unternehmensbeteiligung für 22 Sekunden zu behalten. Also das kann mir keiner erklären.“
Rainer Voss, Ex-Investmentbanker

Voss erzählt vom Wahnsinn der Finanzjongleure, ihrem Milliarden-Spieltrieb, er tut das diskret und klug. (Süddeutsche Zeitung)
Ein faszinierender, geradezu gruseliger Einblick in die Banker- und Broker-Branche (FAZ)

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am Mittwoch, 24. Juni – 18.15 Uhr

im Rahmen des Grünen Kinos. Im Anschluss an den Film diskutiert Arndt Klocke mit Rainer Voss.

PARCOUR D’AMOUR

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Parcour-Poster (300b)ab 04. Juni

Regie: Bettina Blümner
D 2014, Dokumentarfilm, 81 Min.

Der neue Film von Bettina Blümner (»Prinzessinnenbad«, »Scherbenpark«):

Wie viele Runden muss man auf dem Tanzparkett drehen bis alle Träume sich erfüllt haben? Eugène, Gino, Christiane und ihre Freunde haben die sogenannten besten Jahre bereits hinter sich gelassen. Das hindert sie aber nicht daran auf der Suche nach Liebe und Sex einen ähnlichen Eifer an den Tag zu legen wie Menschen, die Zahnspangen statt Jackett-Kronen tragen. Fast täglich treffen sie sich in Paris zum Tanztee in schummrigen Clubs, die »Memphis« oder »Chalet du lac« heißen. Dort geben sie beim Tanz ihren Sehnsüchten nach einem erfüllten Leben in Zweisamkeit Ausdruck.
Und wenn der Traumprinz doch zu lange auf sich warten lässt, leisten sich die betuchteren Damen hin und wieder den »Taxiboy« Michel. Michel tanzt mit ihnen gegen Geld und benimmt sich auch noch wie ein richtiger Gentleman. Auf der Suche nach Liebe überwinden die Männer und Frauen fast jedes Hindernis, auch wenn sie danach ihrem Ziel nicht immer wesentlich näher kommen.

Regisseurin Bettina Blümner begleitet in einer einzigartigen Pariser Clubszene charmante ältere Damen und Herren, denen der Tanz in Leib und Seele übergangen ist. Sie gewährt zarte und ungezwungene Einblicke in das Leben und Liebesleben ihrer Protagonisten, die trotz des hohen Alters mit beeindruckender Leichtigkeit durch die Tanzsäle wirbeln und nach Nähe suchen. »Parcours D’Amour« zeigt Liebe, Träume und Verlust im Wandel der Jahre – ohne dass dabei Intensität und Lebendigkeit verloren gehen.

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EIN JUNGE NAMENS TITLI

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Ein Junge namens Title-Poster (300b)ab 28. Mai

Regie: Kanu Behl
Indien 2014, Spielfilm, 124 Min.

Titli ist das jüngste Mitglied einer Autoknacker-Bande in Delhi. Er möchte dem tristen Dasein entkommen und schmiedet den verzweifelten Plan, aus dem Familiengeschäft auszusteigen. Doch sein Vorhaben wird von seinen Brüdern vereitelt, die ihn gegen seinen Willen verheiraten. In seiner neuen Ehefrau Neelu findet Titli aber eine unverhoffte Verbündete. Aber ist Flucht das gleiche wie Freiheit?

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am Freitag, 22. Mai – 20.00 Uhr findet die Köln-Premiere des Films statt.

B-MOVIE Lust & Sound in West-Berlin

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B-Movie-Plakat_DINA1ab 21. Mai

Regie: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck & Heiko Lange
D 2015, Dokumentarfilm, 94 Min.
mit: Mark Reeder, Gudrun Gut, Westbam, Blixa Bargeld, Nick Cave, Joy Division, Zazie,  de Paris, Nena, Die Toten Hosen, Der „wahre“ Heino, Einstürzende Neubauten, Die Ärzte, Malaria!, Ideal u.v.a.

B-MOVIE  ist  eine  Dokumentation  über  Musik,  Kunst  und  Chaos  im  wilden  West-Berlin der 80er Jahre. Bevor der eiserne Vorhang fiel, tummelten sich hier Künstler  und  Kommunarden,  Hausbesetzer  und  Hedonisten  jeder  Couleur, die  eingemauerte  Stadt  war  ein  kreativer  Schmelztiegel  für  Sub- und Popkultur, Geniale, Dilletanten  und  Weltstars.  B-MOVIE  erzählt mit  authentischem  Filmmaterial die letzte Dekade der geteilten Stadt, von Punk bis zur Love Parade.

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nächster Termin im Rahmen unseres Open Air Kinos im Olympia im Gleisdreieck:
Donnerstag, 20. August – 21.00 Uhr

UNE JEUNESSE ALLEMANDE – EINE DEUTSCHE JUGEND

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Une Jeunesse Allemande-Poster (300b)ab 21. Mai

Regie: Jean-Gabriel Périot
Schweiz, Frankreich, D 2015, Dokumentarfilm, 93 Min.

„Une Jeunesse Allemande – Eine deutsche Jugend“ wirft einen Blick von außen auf die Bundesrepublik Deutschland der RAF-Ära. Der französische Regisseur Jean-Gabriel Périot bietet jedoch keine einfachen Antworten oder gar Erklärungen an. Er montiert stattdessen ausschließlich Archivmaterial zu einem scharfen Kommentar über Gewalt und Geschichte. Sein Film dokumentiert den Konflikt zwischen Staat und RAF, der zugleich ein Krieg der Bilder war. Ein Krieg, der nicht nur in den Medien, sondern auch in der Filmszene hitzig diskutiert und kommentiert wurde. Périot schneidet die Positionen kunstvoll gegeneinander zu einem vielstimmigen Kaleidoskop. Darunter zahlreiche Filmzitate von Fassbinder in „Deutschland im Herbst“ über Antonionis „Zabriskie Point“ bis hin zu Studentenfilmen von Holger Meins und Reportagen von Ulrike Meinhof, die seitdem nie wieder gezeigt wurden.
„Mit meinem Film hole ich die Bilder der Vergangenheit in unsere Gegenwart und organisiere sie neu zu einer subjektiven Montage. Dabei interessiert mich das, was über die offensichtliche Botschaft der Bilder und Töne hinausgeht. Die Widersprüche und die besondere Präsenz des Materials – wie es mich bewegt und verstört.“
Jean-Gabriel Périot

*am Donnerstag, 21. Mai – 20.00 Uhr ist der Regisseur Jean-Gabriel Périot zu Gast. Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt, moderiert von Piet Fuchs.

BAMAKO

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Bamakoam 19. Mai

im Rahmen von SOMMERBLUT 2015
in Kooperation mit FilmInitiativ Köln

Regie: Abderrahmane Sissako
Mali/Frankreich 2006, 115 Min.

Die schöne Sängerin Melé arbeitet in einer Bar und lebt mit ihrem arbeitslosen Mann Chaka in Trennung. Sie teilen sich mit anderen Bewohnern den Hinterhof eines Hauses in Bamako, der Hauptstadt des armen westafrikanischen Mali. Dort, wo Hochzeitsgesellschaften durchziehen, Waschtage zelebriert werden und es von Hühnern und Ziegen nur so wimmelt, wird Gericht gehalten. Angeklagt werden der Internationale Währungsfonds IWF und die Weltbank, die das Land zugrunde richten.

.Sommerblut-Webseite

am Dienstag, 19. Mai – 19.00 Uhr

MINERS SHOT DOWN

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Miners Shot Downam 18. Mai

im Rahmen von SOMMERBLUT 2015
in Kooperation mit FilmInitiativ Köln

Regie: Rehad Desai
Südafrika 2014, 85 Min

Im August 2012 erschoss die südafrikanische Polizei 34 streikende Minenarbeiter einer Platin-Mine in Marikana im Nordosten Südafrikas. Erinnerungen an Sharpeville und Soweto, Orte der blutigsten Verbrechen des Apartheidregimes, kehrten zurück in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung. MINERS SHOT DOWN rekonstruiert die Chronologie der Ereignisse von Marikana. Rehad Desai montiert filmisches Material aus unterschiedlichen Quellen, darunter auch Videoaufnahmen von Polizei und Militär, und hinterfragt damit die offiziell verbreitete Version des Konfliktverlaufs.

.Sommerblut-Webseite

am Montag, 18. Mai – 19.00 Uhr

MAMMON (Werkstattgespräch)

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Mammonam 17. Mai

im Rahmen von SOMMERBLUT 2015
in Kooperation mit FilmInitiativ Köln

Philipp Enders stellt sein neues Filmprojekt vor

Im August 2012 erschoss die südafrikanische Polizei 34 streikende Minenarbeiter einer Platin-Mine in Marikana im Nordosten Südafrikas. Erinnerungen an Sharpeville und Soweto, Orte der blutigsten Verbrechen des Apartheidregimes, kehrten zurück in das kollektive Bewusstsein der Bevölkerung. MINERS SHOT DOWN rekonstruiert die Chronologie der Ereignisse von Marikana. Rehad Desai montiert filmisches Material aus unterschiedlichen Quellen, darunter auch Videoaufnahmen von Polizei und Militär, und hinterfragt damit die offiziell verbreitete Version des Konfliktverlaufs.

.Sommerblut-Webseite

am Sonntag, 17. Mai – 19.00 Uhr

WAS BIN ICH WERT

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Was bin ich wertam 15. Mai

im Rahmen von SOMMERBLUT 2015
in Kooperation mit dem Grünen Kino

Regie: Peter Scharf
D 2014, Dokumentarfilm, 90 Min.

Die Würde des Menschen ist antastbar – zumindest wenn es sich lohnt. „Was bin ich wert?“ entführt uns in eine Welt, in der Menschen auf Euro und Cent durchkalkuliert werden. Keine Utopie, sondern längst Realität! Experten in aller Welt behaupten, den Geldwert eines Menschen genau bestimmen zu können. Sie rechnen im Namen ihres Staates, für Versicherungen, Gesundheitsbehörden, das Militär oder ihren eigenen Profit.
Ein Roadtrip zu den Meistern der Berechnungskünste in sechs verschiedenen Ländern mit den seltsamsten und kühnsten Kalkulationsmodellen.

In Kooperation mit der Reihe „Grünes Kino“, anschließend Gespräch mit dem Filmemacher Peter Scharf und dem NRW-Landtagsabgeordneten Arndt Klocke (Bündnis90/Die Grünen).

.Sommerblut-Webseite

am Freitag, 15. Mai – 20.00 Uhr

LA BUENA VIDA – DAS GUTE LEBEN

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La Buena Vidaab 14. Mai

Regie: Jens Schanze
D 2014, Dokumentarfilm, 97 Min.

Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Seit Jahrhunderten gehen sie in den Bergen auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Hühner, Schafe und Rinder. Doch die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert. In Deutschland, England und Israel, in den Niederlanden, der Türkei und den USA produzieren die Kohlekraftwerke damit den Strom, der das Leben schnell, hell und warm macht.
Jairo Fuentes ist entschlossen die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern. Er beginnt Verhandlungen mit den Betreibern der Kohlemine, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo American und BHP Billiton stehen.
Der Dialog mit den Konzernvertretern gestaltet sich jedoch schwierig. Die Konzerne versprechen den Dorfbewohnern die Segnungen des Fortschritts, die Wayúu hingegen legen keinen Wert auf moderne Häuser mit Stromversorgung und ein so genanntes «besseres Leben».
Sie beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird.
«La buena vida – Das gute Leben» erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Energiekonsums, den das Streben nach Wachstum und Wohlstand verursacht.

*am Sonntag, 17. Mai – 16.00 Uhr Sondervorstellung in Anwesenheit des Regisseurs Jens Schanze.

WIR HABEN GEDACHT, WIR KOMMEN ZURÜCK, ABER WIR KAMEN NICHT ZURÜCK

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Bild 01 (300b)am 12. Mai

D 2014, Dokumentarfilm, 84 Min

Zwischen Oświęcim, der polnischen, jüdisch geprägten Stadt in der Nähe von Krakau, und Auschwitz, Ort und Symbol der schlimmsten Menschheitsverbrechen, bewegt sich die Erinnerung von Elya Kanter und Leonid Fisch.
Geboren und aufgewachsen in einer kinderreichen, traditionell jüdisch-religiösen Familie, folgen unmittelbar nach dem Überfall des Deutschen Reiches auf Polen Zeiten der Flucht, über Krakau und Lemberg (Lwiw) bis nach Usbekistan flieht die große Familie – und erleidet durch Verfolgung und Krieg den Tod dreier Kinder. Leonid lässt sich in die Rote Armee aufnehmen, um gegen Nazideutschland zu kämpfen. Die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, in dem einer seiner Brüder ermordet wurde, prägt sich dem jungen Soldaten tief ein.
Der Film (ca. 75 Min.), Ergebnis eines über zwei Tage sich erstreckenden Interviews mit dem Geschwisterpaar Kanter/Fisch, beschreibt die Stationen ihrer Lebensreise bis hin zu ihrer Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion im Jahre 2000 und ihr heutiges Leben in Köln-Porz.
Von der Fähigkeit, sich zu erinnern, und der großen Kraft, in der Erinnerung die Lebenden und die Toten zusammen und beieinander zu halten, gibt das filmische Dokument ein lange nachhallendes Zeugnis.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit NS-Dokumentationszentrum, Der Halbe Stern e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Synagogen-Gemeinde Köln