The Cineastic World of Tim Burton

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Das Filmhauskino Köln und das Max-Ernst-Museum Brühl zeigen anläßlich der „The World of Tim Burton“ Ausstellung ab August eine Tim Burton Filmreihe. Alle Programme werden in z.T. sehr seltenen 35mm Archiv-Filmkopien gezeigt.

„The Cineastic World of Tim Burton“ mit …

Mi, 19.08.: SLEEPY HOLLOW
im Double Feature mit PLANET DER VAMPIRE!
Mi, 09.09.: CORPSE BRIDE
Mi, 14.10.: BEETLEJUICE
Mi, 25.11.: MARS ATTACKS!
im Double Feature mit EARTH VS. FLYING SAUCERS!
Mi, 09.12.: EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN
Sa, 26.12.: BATMANS RÜCKKEHR

Eintritt zu den Filmvorführungen:
7,00 Euro / ermäßigt 6,00 Euro

Karten reservieren? Hier entlang

Mit dem Kinoticket einer Vorführung der Tim Burton Filmreihe erhält man ermäßigten Eintritt in die Ausstellung „The World of Tim Burton“!

Mit der Eintrittskarte zur Ausstellung „The World of Tim Burton“ erhält man einmalig ermäßigten Kinoeintritt für eine Vorführung der Tim Burton Filmreihe!

Trailer zur Ausstellung „The World of Tim Burton“
Die Ausstellung ist bis zum 3. Januar 2016 zu sehen!

Bildmotiv: Tim Burton, Blue Girl with Wine, um 1997, Öl auf Leinwand, 71,1 x 55,9 cm, Privatsammlung © 2015 Tim Burton, All Rights Reserved

Tim Burton – SLEEPY HOLLOW

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Sleepy Hollowim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

SLEEPY HOLLOW
Regie: Tim Burton
USA 1999, 101 Min., DF, 35mm, FSK 16.

In seiner Adaption von Sleepy Hollow, der Schläfrigen Schlucht, setzt Tim Burton den Ermittler Ichabod Crane (Johnny Depp) aus New York auf mehrere mysteriöse Todesfälle an, die sich in dem unscheinbaren Städtchen Sleepy Hollow zugetragen haben. Crane ist ein Mann des Verstandes und der Vernunft und gibt sich an die Aufklärung der Verbrechen mit neuartigen kriminalistischen Methoden. Doch schon bald muss er feststellen, dass in Sleepy Hollow der Wissenschaft schnell Grenzen gesetzt sind; spätestens dann, wenn sich Ichabod Crane dem leibhaftigen Hessen ohne Kopf (Christopher Walken) persönlich gegenüber stehen sieht.

„Aus der klassischen Gruselkurzgeschichte von Washington Irving, die zur Standardlektüre von US-Schülern zählt, hat der exzentrische Filmemacher Tim Burton eine stimmungsvolle Adaption gezaubert, die halb Ausstattungsfilm (dafür gab’s dann sogar einen Oscar) und halb krasses Splattermovie geworden ist. SLEEPY HOLLOW ist perfekt in Szene gesetzt worden und erinnert mit all seinen kleinen Details an die goldene Ära des Gothic-Horrors à la Terence Fisher. Daß sich Burton, der wiederum seine Arbeit mit einer ganzen Palette düsterer Bilder versehen hat, vor den Hammer-Produktionen, die offenbar seine Kindheit geprägt haben, verneigt, wird auch dadurch deutlich, daß es gerade Christopher Lee in einer Nebenrolle als Richter ist, der den genial spielenden Johnny Depp als Ichabod Crane nach Sleepy Hollow schickt.“ Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben Dir

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PLANET DER VAMPIRE
Regie: Mario Bava
OT: Terrore nello spazio, Italien/Spanien 196, ca. 90 Min., DF, 35mm, FSK 16.

„Hoffen Sie das alles, was dieser Film zeigt, nie Wirklichkeit wird!“ Zwei Raumschiffe, die ein Notsignal empfangen haben, landen auf dem Planeten Aura. Die Landung wird zur Hölle, denn die unsichtbaren Bewohner Auras bemächtigen sich fremder Körper, um ihren sterbenden Planeten verlassen zukönnen. Von Genre-Maestro Mario Bava äußerst effektiv inszenierter Science-Fiction-Schocker.

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Mittwoch, 19. August – 21.00 Uhr

Tim Burton – CORPSE BRIDE

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Corpse Brideim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

Regie: Tim Burton
USA 2005, Animationsfilm, 76 Min., DF, 35mm, FSK 6.

Ein Meisterwerk des Puppenfilms, das dank seiner aufwendigen Stop-Motion-Technik lebendiger und plastischer wirkt als die meisten digital entstandenen Animationen.
Der junge, schüchterne Victor van Dort vermasselt die Hochzeitsprobe mit seiner Verlobten Victoria Everglot und flieht daraufhin in den Wald, um den Ablauf der Zeremonie zu üben. Durch einen dummen Zufall verlobt er sich mit Emily, einer wirklich liebreizenden Leiche. Ehe er sich besinnen kann, wird er als vermeintlicher Bräutigam in das Reich der Toten verschleppt und muss jetzt alles daran setzen, die falsche Braut loszuwerden und zu Victoria zurückzukehren.

„Mit COPSE BRIDE ist Tim Burton ein Meisterwerk des Puppenfilms gelungen. Schlicht phänomenal sind seine zum Sterben schönen Sets, die skurrilen Puppen, Pete Kozachiks Kameraführung und Beleuchtung (die die Leichenbraut geradezu glamourös wirken lässt) sowie die feinen Bewegungsabläufe. Ein urkomischer, mit einem grandiosen Soundtrack von Danny Elfman aufwartender Animationsfilm, der mit seinen schaurig-grusligen Szenen auch gehörig anzurühren vermag.“ Xenix Zürich

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Mittwoch, 09. September – 21.00 Uhr

Tim Burton – BEETLEJUICE

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beetlejuice_fotoim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

Regie: Tim Burton
USA 1988, 92 Min., OV, 35mm, FSK 12.

Eine Parodie einer Horrorkomödie, ein schwarzhumoriges Werk mit ungewöhnlichen fantastisch-bizarren Effekten: Die frischgebackenen Geister Barbara und Adam versuchen die neuen Hausgenossen per Geisterspuk zu vertreiben, als dies ergebnislos bleibt, ruft das Paar den „Bio-Exorzisten“ Beetlejuice, der mit seiner aggressiv-lüsternen Art selbst die Jung-Geister verschreckt…
Beetlejuice gilt als Tim Burtons frühes – und lange verkanntes – expressionistisches Bravourstück, weil es sich dabei nicht um eine Horrorkomödie im eigentlichen Sinn handelt, sondern um eine Parodie derselben, um ein schwarzhumoriges Werk mit für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen fantastisch-bizarren Effekten (die Leistungen der MaskenbildnerInnen wurden seinerzeit mit einem Oscar honoriert).

„Was herausgekommen ist, lässt sich nur als Fantasy-Horror-Farce beschreiben mit markanten Anleihen bei den geometrisch-kargen, aber neonbunten Stilmitteln der Achtzigerjahre: Das Jenseits trifft aufs Hier und Jetzt.“ Helmut Merschmann

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Mittwoch, 14. Oktober – 21.00 Uhr

Tim Burton – MARS ATTACKS!

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mars attacks_poster dtim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

MARS ATTACKS!
Regie: Tim Burton
USA 1996, 106 Min., DF, 35mm, FSK 12.

Eine schwarzhumorige Satire auf das uramerikanische Genre des Katastrophenfilms im Stil der alten B-Movies.
Vom fernen Mars nähern sich Hundertschaften von Ufos der Erde und umstellen den blauen Planeten. Für James Dale, den ziemlich desorientierten Präsidenten der Vereinigten Staaten, ist gar nicht sicher, dass die Besucher Böses im Schilde führen – das reden ihm zumindest sein Pressesprecher sowie der Alien-Experte Donald Kessler ein. Statt der martialischen Methoden, die der cholerische General Decker einsetzen möchte, soll die Gelegenheit für ein gigantisches Volksfest und Medienspektakel genutzt werden. Während sich die Kunde von der Umzingelung der Erde durch Ufos rasend schnell verbreitet, beziehen die Fernseh- und Radiostationen in der Wüste von Nevada Position – in freudiger Erwartung des absolut einmaligen Besuchs. Doch schon kurz nachdem die Erdenbewohner zum Zeichen der Freundschaft eine weisse Taube fliegen lassen, eröffnen die Ausserirdischen, die dieses Ritual als Erstschlag missverstehen, mit ihren überlegenen Waffen das Feuer…

„Mitte der Neunzigerjahre schien die Zeit reif für eine Satire auf das uramerikanische Genre des Katastrophenfilms, und Tim Burton realisierte mit MARS ATTACKS! einen (siebzig Millionen Dollar teuren) Low-Concept-Streifen im Stil der alten B-Movies, der sich über den US-Präsidenten, das Militär und die Medien, aber auch das Genre selbst und nicht zuletzt die im Trend liegende Science-Fiction lustig machen sollte. Entstanden ist eine absolut geniale Demontage des Hollywood-Kinos mit einem Cast vom Feinsten – sozusagen Independence Day auf Camp-Niveau.“ Xenix Zürich

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EARTH VS. THE FLYING SAUCERS
Regie: Fred F. Sears
dt.: Fliegende Untertassen greifen an, USA 1956, ca. 83 Min., OV, 16mm, FSK 12.

Dieser geniale und äußerst unterhaltsame 50s-US Scifi-Trasher ist die direkte Vorlage für Tim Burtons MARS ATTACKS!

„Anyone who’s seen the 1996 science-fiction lampoon Mars Attacks may have trouble watching Earth vs. the Flying Saucers with a straight face. Hugh Marlowe plays scientist Russell Marvin, who is on-hand when an alien spacecraft lands on earth. The saucermen at first insist that they’ve come in peace, but Marvin suspects otherwise. Sure enough, the visitors eventually declare their intention to take over the earth within the next 60 days, adding that the military’s weapons are useless against them. The two-month window gives Marvin and his cohorts plenty of time to build-up superweapon, and thus stave off the seven-saucer invasion force. Special effects maestro Ray Harryhausen does a nice job laying waste to Washington DC in the film’s memorable finale.“ Hal Erickson, New York Times

„Reißerischer, einfältiger Science-Fiction-Film mit effektvollen technischen Tricks. Ein Produkt der UFO-Hysterie, die in den 50er Jahren in Amerika ausbrach.“ Lexikon des internationalen Films

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Mittwoch, 25. November – 21.00 Uhr

Tim Burton – EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN

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edward scherenhänden_poster usim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

Regie: Tim Burton
OT: Edward Scissorhands, USA 1990, 104 Min., DF, 35mm, FSK 6.

Hoch oben auf einem Schloß in der amerikanischen Provinz lebt ein kauziger Erfinder. Die Krönung seiner Schöpfung ist Edward, ein künstlicher Mensch. Doch anstatt der Hände hat dieser Scheren. Bevor der Erfinder ihm Hände fertigen kann, stirbt er. Edward wird von der Avon-Beraterin Peg gefunden und mit in die Stadt genommen. Anfangs geliebt, wird Edward jedoch bald als Monster abgestempelt und gejagt…

Tim Burtons phantasievoller, meisterhaft inszenierter Film ist Fantasy, Abenteuer, Märchen und Horror zugleich. Der Frankensteinschen Schöpfung nicht unähnlich, wird man auch hier von der Tragik der Hauptfigur in den Bann gezogen. Die Geschichte selbst ist eine weitere romantisierte Variante vom alten Plot des Ungeheuers und der Schönen. EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN fasziniert jedoch mehr auf seiner formalen Ebene, denn hier zeigt der Exzentriker Burton, was es heißt, schräge Mainstream-Unterhaltung zu fertigen. So fehlt es dann auch nicht an überzeichneter Gesellschaftskritik und an schwarzem Humor. Sehenswert sind auch die Special-Make-Up- und Scherenhand-Effekte. Kurzum: „Edward mit den Scherenhänden“ ist kein Horror- oder Monster-Film im üblichen Sinne, sondern ein voller Magie steckendes Märchen für Erwachsene, das von Wehmut über Melodramatik bishin zu witziger Satire die gesamte Bandbreite der Unterhaltung parat hält.

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Mittwoch, 09. Dezember – 21.00 Uhr

Tim Burton – BATMANS RÜCKKEHR

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batmans rückkehr_poster dtim Rahmen der Tim Burton-Filmreihe
in Zusammenarbeit mit dem Max-Ernst-Museum Brühl und der Ausstellung „The World of Tim Burton“

Regie: Tim Burton
GB/USA 1992, 126 Min., DF, 35mm, FSK 12.

Im zweiten Teil der Batman-Saga führt der Bürger und Superheld Bruce Wayne (Michael Keaton) seinen Kampf gegen alles Böse und Korrupte wiederum in Gotham City, das deutliche Züge von New York und Fritz Langs Metropolis trägt. Seine gefährlichen Gegenspieler sind diesmal Penguin (Danny DeVito), ein zynischer, tragikomischer Möchtegern-Weltbeherrscher, der mit Flossen statt Händen zur Welt kam und deshalb von seinen Eltern in der Kanalisation ausgesetzt wurde, sowie der mit allen Wassern gewaschene Konzernchef und Machtmensch Max Shreck (Christopher Walken), die sich für eine unheilige Allianz gegen das Gute zusammengetan haben. Mittendrin bewegt sich die farblose Sekretärin Selina Kyle (Michelle Pfeiffer), die als Catwoman zu einem verschärften Vamp mutiert und viel schwarzes Leder und Sex-Appeal in eine opernhafte Inszenierung einbringt.
Tim Burton willigte nur ein, die Regie von BATMAN RETURNS zu übernehmen, weil er verschiedene Figuren des Sequels als schizoide, zutiefst gespaltene Persönlichkeiten ausgestalten konnte, sodass in vielen Fällen die Grenzen zwischen Maskerade und wahrer Identität plötzlich nicht mehr auszumachen sind. Eine gelungene Comic-Verfilmung, die mit einer düsteren Grundstimmung, raffiniertem (winterlich-weihnächtlichem) Dekor, spielfreudigen HauptdarstellerInnen, aber keinem Happy End aufwartet.

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Samstag, 26. Dezember – 21.00 Uhr