SÉRIE NOIRE

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Serie Noire-Bild07Filmreihe Série Noire

am Sa, 09. Januar – 21.30 Uhr

SÉRIE NOIRE
Regie: Alain Corneau
F 1979, Spielfilm
, 111 Min., 35mm, O.m.engl.Ut.
mit Patrick Dewaere, Myriam Boye, Marie Trintignant

Franck Poupart ist ein Handelsvertreter, der seine Waren in den grauen Vororten von Paris von Tür zu Tür verkauft. Während seiner Arbeit stößt er auf die minderjährige Mona, die bei ihrer Tante lebt und von dieser prostituiert wird. Er verliebt sich jedoch in das Mädchen, und gemeinsam beschließen die zwei einen folgenschweren Coup: Sie planen, die Tante zu töten, um mit deren Ersparnissen gemeinsam durchzubrennen …

„Erfolglos, ohne Hoffnung und ein klein wenig verrückt: Diese Charakterzüge des Handelsvertreters Frank Poupart werden von Patrick Dewaere in brillanter Spiellust verkörpert. Mal tanzend, mal schreiend, in Selbstgespräche vertieft oder voll von durchtriebenem Lachen läuft der einfache Bürger sehenden Auges in die Katastrophe hinein. Er flüchtet sich in irrsinnige Fantasien und bezieht die Frauen seines Lebens, seine Frau Jeanne und seine Geliebte Mona, immer mehr in diese Wahnvorstellungen mit ein.
Alain Corneau („Police Python“, „Wahl der Waffen“) schuf diesen bitterbösen, gewaltdurchtränkten und teilweise „verrückten“ Film als Porträt der trostlosen Situation der kleinen Leute in den grauen Pariser Vorstädten, die vom „Frühling“ eines besseren Lebens – einer der Schauplätze des Films ist ein Stück Brachland vor dem Kaufhaus „Printemps“ – nur träumen können.
„Série Noire“ entstand nach einem Roman des legendären Drehbuchautors Jim Thompson („Paths of Glory“, „Convoy“, „The Getaway“). Das Übertragen der Story aus einer amerikanischen Kleinstadt in die Pariser Banlieue ist überzeugend. Für seinen „negativen“ Helden in der Tradition der Schwarzen Serie verpflichtete Alain Corneau einen Schauspieler, der wie kein anderer das Handwerkszeug für diese Rolle mitbrachte: Patrick Dewaere spielt den zwiespältigen Frank „Poupée“ Poupart als Borderline-Persönlichkeit mit krankhaften Stimmungsschwankungen. Mag sein, dass das Exzessive, im Hochgefühl wie in der Depression, auch in der Person Patrick Dewaere angelegt war, der sich 1982, ausgelöst durch eine Trennung, das Leben nahm.“ (arte.tv)

.trailer (hier in der OV, wir zeigen den Film mit engl. Ut.)

am Samstag, 09. Januar – 21.30 Uhr